Aufsatz 
Die Löschung des Stahles bei den Alten : (eine Erörterung zu Sophokles' Ajax 650 ff.) / Paehler
Entstehung
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also an Eintauchen in öl zu denken. Auch in den G.ꝓν6 mνετ]α findet sich eine doppelte Auffassung, es sei entweder nach 6« zu interpungieren in dem Sinne: ò εxαρρεισοι τν SJιν, nrou rdnòd 2*

Aνέινσοοοσ 1eν εαφρεηο eαμνιμαιννοωοςoοσοοοs, oder nach rπε ⁸S1,b?Snv e e e is

Tvανρας, doxen ν ‿†ꝓſ ldpog, Trot ea‿εμρμέμανοο imνο Ʒαo, Snbverau. Dabei wird der ersteren Annahme der Vorzug gegeben.

Ihr haben sich auch Brunck, Bothe, Reisig ¹), Erfurdt, J. G. Jäger, G. Hermann ²), Welcker, Hartung, Campbell angeschlossen. Welcker(Kl. Schr. II, 311) übersetzt die Stelle wie folgt:Denn mir, welcher durch das Harte sonst nur fester wurde wie Eisen durch die Löschung, wird nun durch dieses Weibes Thränen die Sprache weiblich weich. Diese Ubersetzung ist unmöglich. Dals rore hier nicht den allgemeinen Sinnzu anderer Zeit odervormals haben kann, leuchtet aus dem Zusammenhange ein. Das Wort steht hier genau so wie Antig. 391ralg lανιςα ee εα*ς, le eeεμαςσενπν re und an anderen Stellen(Ant. 1273 u. O. C. 941) mit spezieller Beziehung auf das, was in der vorhergehenden Scene sich ereignet hat. αmρσασερνεισ aber heiſst nichtfest werden, sondernfest, standhaft, hart sein; endlich kann dεανν nicht bedeuten durch das Harte. Soll die Verbindung der Worte Sao†σ σ. ³s mit dem Vorhergehenden fest gehalten werden, so ist zu erklären:der ich vorhin in schrecklicher Weise hart war, wie das Eisen hart wird; wir haben dann aus ézagréoowy ein zαρ ε εοd fipverat zu ergänzen. Allein wenn das auch angängig sein sollte, so würden dieser Konstruktion doch die Gründe im Wege stehen, die Schneidewin(Philol. IV, pag. 765) anführt:Jene Verbindung mit dem Vorhergehenden ist erstens poetisch falsch, indem der Hauptgedanke in Schatten gestellt, der Nebengedanke dagegen wider Gebühr gehoben und geschärft würde. Denn dies wäre der Fall, wenn A. den vergangenen Zustand ausmalte, den jetzigen als Neben- sache hinstellte. Sodann wird dabei aufser acht gelassen, daſs 649 dxοioeνοντu αἀά οαισσνκαεεες ςεσνεε,

weil vom spröden Eisen übertragen, das Bild veranlaſst, welches sich daher natürlich eben darauf

beziehen muls.

Hierzu kommt, dafs gerade der Zusatz 8act bei der Vergleichung, wenn sie zu exagrégocy gehört, in hohem Grade auffällt.

Das Eisen als Bild der Festigkeit, Härte und Unbeugsamkeit zu verwenden, lag den Griechen sehr nahe. Das erkennen wir schon aus der Ilias und Odyssee. Hector wirft dem Achilles seine Hartherzigkeit mit den Worten vor: 7⁴ο ˙υο⁸ε ⁷ε ι⁸εενεος εν †p Sus(II. 22, 357), und Hecuba sagt zu Priamus in demselben Sinne: GιQ εα vd Frog(II. 24, 205). Calypso bemerkt von sich, sie habe ein mit- leidiges, keineéisernes Gemüt(Od. 5, 190). Um die Kraft und starre Härte des Odysseus zu bezeichnen, sagt Eurylochus zu ihm:Traun, es muſs alles an dir von Eisen sein(Od. 12, 280). Auch dem Feuer wird wegen seiner grimmigen Gewalt ein ueενοο σι⁸σεον zugeschrieben(Il. 23, 177). Die Seelenstärke des Odysseus, der im Herzen jammert um seine Gemahlin, aber gewaltsam die Bewegung niederkämpft, wird mit den Worten geschildert: àꝓρ εα.αρ⁴ι d' ei εςα οσeσασσαασν ννι d'908 Aν⁵ραεμμας ν 8*εκφρ⁴.ςοοσιτν(Od. 19, 211), und Eurycleia verspricht:Ich will fest sein gleich wie starres Gestein oder Eisen(Od. 19, 494). Da Apollo in der Ilias(4, 509) zürnend den Troern zuruft, nicht vor den Argivern das Feld zu räumen, begründet er dies mit den Worten: 2xε! 02 G†ρ☛ Sos 790% 008 d1nos JXadArd Aνέαόσπσ,εα Hεμνεσαρσαρ 8ααενεκνοοσιmν

In allen diesen Beispielen, die sich leicht vermehren liefsen, wird das Eisen als solches, nicht der durch Eintauchen in Wasser besonders gehärtete Stahl als Bild verwendet, und das ist auch ganz natürlich, weil das Eisen im Altertum als das härteste aller Metalle galt. Vergl. Hesiod, Theogonie 864(Göttling)

lènos drε νκρ ed ατdες εoοτινν

¹) In einer Randbemerkung seines mir durch die Gäte des Herrn Rektors Prof. Dr. Eckstein in Leipzig zur Benutzung freundlichst überlassenen Handexemplars einer Stereotypausgabe(Halle 1790). ²) Aber erst in dritter Auflage; in der zweiten werden die Worte zum Folgenden gezogen.