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Die Löschung des Stahles bei den Alten.
(Eine Erörterung zu Sophocles' Ajax 650 ff.)
Eine Schwierigkeit, die mir bei der Lektüre der Sophocleischen Tragödie Ajax aufstiels, hat den Anlals zu der nachfolgenden Untersuchung gegeben. Die betreffende Stelle findet sich in der rätselhaften Rede des Helden, über deren Zweck und Sinn die Ansichten der Erklärer noch immer auseinander gehen. Ajax, der durch die Niedermetzelung der Herden des griechischen Heeres seine Waffenehre befleckt, hat von seinem Sohne Abschied genommen, den Entschluſs zu sterben deutlich ausgesprochen und die flehentlichen Bitten der Tecmessa schroff zurückgewiesen. Nachdem er darauf in sein Zelt gegangen ist, wird vom Chore ein Stasimon gesungen. In der nun folgenden Scene(646— 692) tritt Ajax wieder auf und spricht sich in Gegenwart der Tecmessa und des Chores über seine Lage in einer Weise aus, dafs die Gattin wie die Salaminischen Kriegsgefährten bezüglich der Absichten des Helden sich täuschen und zu der Meinung kommen, derselbe wolle am Leben bleiben. Er beginnt mit dem allgemeinen Gedanken:„Die Zeit vermag alles um- zugestalten, indem sie das Verborgene ans Licht bringt und was erschienen ist in ihrem Schoſse birgt; es gibt nichts Unverhofftes, und gebrochen wird selbst der stärkste Eid und ein überharter Sinn“. Dann macht er die Anwendung auf sich mit den Worten:
650. a⁴ν ⁴ο, d r delw agrégowy röre, 651. 8 G1905 de Sνν ˙εννν(½ ασσασ⁴οια 652. òοςᷣ τιε bακα*ς.
In den Scholien wird uns zu Vers 650 eine varia lectio für ézagrégovy rre überliefert: rπενπεαεᷣεμeνιν Lmn die keiner Berücksichtiguns wert ist, da sie offenbar aus Vers 312 herrührt. Der Scholiast fährt fort: Aelaret—d Sarn, L 5, doτπιι τ‿ Jενκ dæσ αεςροpy röre, aven o os. Diese Deutung hat Nauck nach dem Vorgange von Schneidewin aufgenommen:„rd delνν ενταορεςοv, nämlich Ean Aéperv, als ich Tecmessa barsch anliefs und bestimmt erklärte sterben zu wollen“. Richtiger wird man von der Annahme einer Ellipse absehen, râ Servd als Accusativ des inneren Objekts zu sxeοεσ⁶εσοv ziehen(statt riõν deεννν „aαορασνεοεα) und Weckleins Erklärung zustimmen:„der ich mich vorhin(rére 581 ff.) in so heftiger und drohender Weise unnachgiebig zeigte“.
Wohin die Worte Sa σn90⸗ ³e zu ziehen seien, darüber schwanken schon die Scholiasten. Die scholia vetera bemerken:&ν τσmαmρ oæα dvleraν εεꝓνιιοσσ, deν&ν‿‿ον νιςρera; daher seien die Worte mit dem Vorhergehenden zu verbinden und zu erklären: ⸗⁴eν eνπαενοωσ ααάν Lgeoy za! 886„, 6„ gacpf glön9o,( Ounoos Ey ddœαr uxoch Brrer usrdAa idovro) vöy 8SnAuSn e rG A6ν ri bαιισ. Hiernach würde Ajax sein früheres heftiges Toben und Schreien vergleichen mit dem Zischen des in Wasser getauchten glühenden Eisens. Indes wird auch für die Verbindung der frag- lichen Worte mit*S„AXb„On» eine Auslegung gefunden: 5 ꝓτπσιιν ⁷ϑμσG Bdârrerat o dèος et dy Jà 1νε˙αe&ν Bob³ονταν αάνιτεν elv, i Sdνντοαd ναι ον 6rr. Bei dem Worte Bappff wäre
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