Aufsatz 
Geschichte der Friedrichsschule zu Wiesbaden : Separatabdruck aus dem Programm des königlichen Gymnasiums, Ostern 1880 / von Fr. Otto, Oberlehrer am königlichen Gymnasium zu Wiesbaden
Entstehung
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C. Technische Fertigkeiten. 3. Singan. VI. A u. B. 2 St. Das Nothwendigste aus der allge- 1. Schönschreiben. moinen Murſtlanre; melodirehe, rhythmische und VI. A u. B. 2 St. Einübung der Formen des deutschen HAnarh ls e Gebungen; eime un yi iMie Nutus und lateinischen Alphabets nach Vorschrift. Takt-. chmitt. schreiben. Schmitt. V. A u. B. 1 st. Dur- und Molltonleitern; Gehör- V. A. u. B. 2. St. Fortgesetzte Uebung im Schön- und Treffübungen; ein- und mehrstimmixe Li der, schreiben; Taktschreiben; das griechische Alphabet. erselbe. Derselbe. Allgemeiner Chor. 2 St. Verschiedene kleinere und grössere Chöre, sowohl für gemischten wie für 2. Zeichnen. Männerchor, wurden geübt. Derselbe. VI. A. u. B. 2 St. Uebungen im Zeichnen einfacher Lrad⸗ und Erummlin ger LiEuor auf Grundlage 4. Turnen. er geometrischen Formenlehre. Zusammensetzung von Blattformen zu Rosetten, Füllungen, Dessins YI Aa 4 A. 1 St. Gliederübungen auf und von der an der Schultafel in grossem Massstabe entworfen telle. Turnspiele. vnd vorEezelotllet. VI. B u. V. B. 1 St. Desgleichen. V. A. 2 St. Gefässformen, symmetrische und freie 1 Ornamente verschiedener Stile nach Vorzeichnungen IV. A u. B. 1 St. Gliederübungen; leichtere Geräthe- an der Schultafel.. und Gerüstübungen. V. B. 2 St. Dasselbe Pensum wie in V. A. III. B. 1 St. Die Freiübungen wurden erweitert. Ebenso 1V. 2 St. Die Proportionen des menschlichen die Geräthe- und Gerüstübungen. opfes, sowie die Anatomie desselben in grossem; Nlassstabe an der Schultafel Torgeaejohnet; die IHI. A. 1 St. Desgleichen. fehre von der Beleuchtung der Körper. Ornamente; 4 verschiedener Stile. Köpfe und Theile des mensch- It 1 8 Urf Abdedalechere Ordnungsübungen, lichen Körpers, theils in Umrissen, theils schattirt. gen. IV. B. 2 St. Dasselbe Pensum wie in IV. A. II. A. 1 St. Desgleichen. Erweiterte, reigenartige

4 3(taktogymnastische) Uebungen. Selecta. 2 St. Fortsetzung und Erweiterungder in

IV begonnenen Uebungen; schwerere Schattirübungen; I. A u. B. 1 St. Zusammengesetzte, schwierigere Frei-

Ornamente, Landschaften, Köpfe und Figuren; und Ordnungsübungen. Geräthe- und Gerüstübungen.

Situationszeichnen; Perspective. Im Sommer: Weber, Turnlehrer. Kreutzer, Zeichenlehrer. Im Winter: Güll, Turnlehrer.

II. Chronik der Anstalt.

1) Während der Osterferien des verflossenen Jahres wurden die Klassen der Anstalt in das Markt- Schulgebäude verlegt, in welchem uns der verehrliche Gemeinderat hiesiger Stadt für die Zeit der Erbauung eines neuen Stockwerks auf dem Gymnasium 12 Lehrsäle unentgeltlich zur Verfügung zu stellen die Güte gehabt hatte(vergl. Progr. v. vor. J. S. 27). Hier wurde das Schuljahr am Montag den 21. April 1879 mit der Prüfung der neu eintretenden Schüler eröffnet. Eine Veränderung in der Zusammensetzung des Lehrerkollegiums erfolgte mit diesem Zeitpunkte nur insofern, als dem bisherigen Schulamts-Candidaten Schlaadt die vakante erste etatsmässige Hilfslehrerstelle verliehen wurde und der Candidat Dr. Thomae das vorschriftsmässige Probejahr beendete.

2) Am Dienstag den 20. Mai 1879 fand die feierliche Einweihung der für die beiden Königlichen Gymnasien neu erbauten Turnhalle statt.