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vorkommen kann; trotzdem findet es sich nur einmal im Dual, nämlich Od. 8. 312: d roxiſe duch. An allen andern Stellen aber steht es im Plural z. B. II. 3. 140, 4. 476.
b) die Substantiva, welche Körperteile bezeichnen und zwar solche, deren jeder Mensch zwei, also ein Paar, hat, wie: Augen, Ohren, Hände, Füsse u. dgl. Von diesen hat der Dichter nur die Substantiva: Augen, Augenlider, Schultern, Arme, Hände, Füsse, Schenkel, Sehnen— jedoch nicht immer, wo es notwendig gewesen wäre, sondern nur einigemal— in den Dual gesetzt, während er die übrigen hierher gehörigen Substantiva, wie: Ohren, Augenbrauen, Wangen, Lippen,
Kniee, Schienbeine u. ä. niemals im Dual, sondern nur im Plural gebraucht hat.
Weil nun alle diese Substantiva ihrer Natur nach derart sind, dass sie gewöhnlich paarweise vorkommen, so lassen wir hier diejenigen Beispiele folgen, in welchen der Dual der zuerst genannten 8 Substantiva angewandt ist. ¹)
1) Unter den zahllosen Beispielen, worin das Wort xeio, Hand, paarweise gebraucht ist, findet sich der Dual desselben nur 7 mal in der Odyssee und 6 mal in der Ilias ²) und zwar immer im Acc., nie im Nom., Gen. oder Dat.
a) ohne ein Beiwort: Il. 13. 534: α τοxασρνντο, εον Gμμασρ xεio uiνsæ. Dann Od. 5. 374, 9. 417, 23. 87; ferner Od. 12. 442(vgl.§ 2 b) und Od. 21. 223, worüber erst in§ 23 gesprochen wird.
b) mit auxρe verbunden: II. 4. 523, 13. 549, 14. 495, 18. 414(vgl.§ 6).
c) in Verbindung mit einem Adjektiv bezw. adjektivischen Worte, welches aber alsdann merkwürdigerweise immer im Plural steht: Il. 21. 115, Od. 24. 397, 11. 211(vgl.§ 3); wegen des letzteren Beispiels vgl. noch§ 23.
2) Während nun der Dichter immer nur den Acc. Dualis von xeto gebraucht, finden wir umgekehrt vom Substantivum roög, Fuss, nur die Form 7x007E„, niemals 7rõde, und zwar an folgenden 8 Stellen: Od. 16. 6........ Tεoε τε νπτιοσ 9e 7rodoĩiv. ³) Dann II. 14. 228, 14. 477, 15. 18, 18. 537, 21. 271, 23. 770. Das interessanteste Beispiel aber findet sich Od. 19. 444, worüber Näheres in§ 23.
3) Sdεααν, Augenlid, kommt 2 mal im Gen. Dualis vor, nämlich Od. 17. 490: .... odd' ρ důs aαα Sdey εx εεραο⁶ν⁴) und II. 10. 187: ᷣ τσντvν⁵⁴eυμνς S-τνos αν εμρ•ο³υ οναᷣ⁴es. Zu letzterem Beispiel vgl.§ 23.
1) Dagegen alle andern Substantiva, die nur gelegentlich paarweise gebraucht werden und alsdann je nach des Dichters Belieben bald im Dual, bald im Plural stehen, übergehen wir; dies können wir auch um so mehr, als dieselben später in den einzelnen Beispielen tpeilweise wieder vorkommen.
2) vorausgesetzt, dass man II. 24. 506 xeig' als Zeioa, nicht als xeioe auffasst, wiewohl beide Erklärungen denkbar sind..
3) Hier steht der Dual, weil nur die Füsse einer einzelnen Person gemeint sind, nämlich des Telemachos. Aber Od. 16. 10, also bald nachher, hat Homer den Plural dieses Substantivs gesetzt,....... 7109, d'υ doumnon dxou, obgleich darunter ebenfalls nur zwei Füsse zu verstehen sind und zwar wiederum die des Telemachos.
4) Dieser Satz wiederholt sich mit ganz unwesentlichen Anderungen Od. 4. 114, wo es heisst: dκοu d'ναμάν 5Aeꝓνουν eαudiς dde naαroος dᷣoναłω. Dabei ist jedoch beachtenswert, dass das betr. Substantiv an letzt- genannter Stelle im Plural steht, während wir es oben im Dual finden. Es geht daher aus beiden Stellen aufs deutlichste hervor, dass Homer es nicht sehr streng nahm mit dem Gebrauch des Duals.(Vgl. auch§ 18 Anm.).


