Aufsatz 
Der Mythus der Götterdämmerung, seine ethische und pädagogische Bedeutung
Entstehung
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liche und eifrige Forscher, wie die Gebrüder Grimm, Uhland, Simrock, Mannhardt u. a. den rechten Weg gezeigt, und da- rauf fussend und weiterbauend sind uns auch brauchbare und geniessbare Zusammenstellungen unseres früheren Glaubens ge- schenkt worden. Wir erwähnen von solchen nur El. Hugo Meyer's Germanische Mythologie(Berlin 1891), Eug. Mogk's Mythologie in H. Pauls Grundriss der german. Philologie III, (2. Auflage 1900) und Wolfg. Golthers Handbuch der german. Mythologie(Leipzig, 1895). Hat aber so der redliche Forscher- fleiss vorgearbeitet, nicht bloss mit Wegräumen des Schuttes und Beseitigen der fremden Elemente, sondern auch mit dem Wiederaufbau der Ruinen unserer germanischen Mythologie, so gebührt wohl auch einiger Dank den Schriftstellern, die auf Grund der gewonnenen Resultate die Schätze und Schönheiten unserer vaterländischen Sagenwelt einem grösseren gebildeten Leserkreise und namentlich der deutschen Jugend erschlossen. Das Verdienst, der erste auf diesem Gebiete populärer Dar- stellungen nordisch-germanischer Götter- und Heldensagen ge- wesen zu sein, gebührt dem darstellerisch ansprechenden Inter- preten von Hellas und Rom, dem verewigten Dr. Wilh. Wägner (Unsere Vorzeit, Leipzig). Mit ihm verband sich vor nun- mehr 22 Jahren der Verfasser dieser Programmabhandlung zur Herausgabe eines speziell für die Schuljugend bestimmten Buches (Nord. germ. Götter- und Heldensagen, mit IIlustrationen von Prof. Döpler und Heine nach Engelhard, Leipzig, 3. Aufl. 1901) und seit der Zeit ist eine ganze Reihe ähnlicher Bücher zum gleichen Zweck erschienen, teils um in der Hand des Lehrers den geeigneten Stoff zum Schulunterricht zu bieten, teils um die Jugend selbst durch Privatlektüre in unsere Mythologie ein- zuführen. Wir nennen hier nur F. Dahns Walhall, Kaufmann Deutsche Mythologie(Sammlung Göschen), Wolfg. Golther Götterglaube und Göttersagen der Germanen(Dresden), Paul HerrmannDeutsche Mythologie(Leipzig 1898).

Ist uns sonach der Grund und Boden wiedergewonnen, auf dem sich die Herrlichkeit der altgermanischen Götterwelt auferbauen lässt, so käme es auf einen Vergleich mit der antik- klassischen Mythologie, beziehungsweise auf den Nachweis an,