Aufsatz 
Über einige Lehren der Nikomachischen Ethik und ihre Beziehung zur Politik / von Munier
Entstehung
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13 angeborner Seelenadel(Soε eu†eree eal αμeν/ιέ †Ʒναναααον), der den wahrhaft Glücklichen zu Theil wird ³7). Ebenso weist A., wo er von der Klugheit handelt, auf die Nothwendigkeit der natürlichen Begabung hin. Diese Tugend des überlegenden Geistes beruht nämlich, insofern sie die zum Zwecke führenden Mittel ausfindig zu machen hat, auf einer angebornen Geistesschärfe, die man Jerrorne nennt, und die, an sich(als dνναeνμ) weder gut noch böse, zur Klugheit in demselben Verhältnisse steht, wie die eben erwähnte natürliche Tugend zur eigentlichen Tugend. Mit der letztern aber verbunden ist die dervörng nichts anderes, als die ꝓoövnotg selbst nach dieser ihrer speciellen Beziehung als Tugend der Wege und Mittel ss). Endlich sind alle diese natürlichen Anlagen wieder durch Einflüsse materieller Art vielfach bedingt 5*). Denn es formt zwar die Seele nach A. selbst den ihr entsprechenden Leib( oOizero6⁵ι⁴ι) als Werkzeug zu ihrem Dienste ⁹⁰); aber sie ist, wie die Natur überhaupt, bei der Verwendung des Stoffes sowohl von den bereits vorhandenen Bestimmt- heiten desselben, als auch von äusseren Verhältnissen abhängig*1). Namentlich pehaupten die den elementaren Bestandtheilen der Körper zu Grunde liegenden Gegensätze des Warmen und des Kalten von aussen als Hauptfactoren des Klimas, von innen als den ganzen Organismus wesentlich bestim- mende Agentien auf körperliche und geistige Beschaffenheit des Menschen einen vorwiegenden Einfluss. So sind die Völker, welche unter kalten Himmelsstrichen leben, wie z. B. die Bewohner des euro- päischen Binnenlandes, von grossem Körperbau und voll Muth, aber in Hinsicht auf geistige Fähig- keiten, und Kunstgeschick minder begabt; die Asiaten dagegen besitzen zwar ebenfalls einen hohen Wuchs und dabei Kunstfertigkeit sowie treffliche Verstandesanlagen, entbehren aber des Muthes, während

87) E. Nic. X, 9, 6. Ueber die Bedeutung von eu†oto s. Ed. Müller, Gesch. d. Theorie der Kunst bei den Alten II, p. 364. 88) E. Nic. VI, 12, 8 10;3 13, 2; VII, 10, 2; vgl. M. Mor. I, 35. 1197, b, 17. Unter der Sovaug parrtxn rv Aiꝓσσνν Pol. VII, 3. 1325, b, 11 scheint A. eben die zur Ppövnouis gewordene Jelvns zu verstehen. Was man sich unter ihr zu denken hat, kann man am besten aus der bekannten Schilderung, die Thuc. I, 138 von Themistokles gibt, entnehmen. Uebrigens gehen die Ansichten über diese natürliche Geistes- tugend auseinander. So nennt sie Prantl in s. Abh. über die dianoetischen Tugenden in der N. Ethik p. 18 eine 5ussere Gewandtheit; Fechner, über den Gerechtigkeitsbegriff des A. p. 18 sagt:Oft(!) geht ihr(der pννυισισ) eine natürl. Begabung voraus, die man detwvörmng nennt;« Jelp, Aristotle's Ethics(in welches Werk mir leider, wie in so manches andere, nur ein flüchtiger Einblick gegönnt war) p. 151 weist ihr erst, nachdem die Mittel bereits gefunden sind, ihre Stelle an:G 06 ας πJᷣσ Jeενꝓτννν˙οο. The perception of the way in which the means determined on are to be accomplished, and the end obtained, coming in after the r oαιρᷣεσ of the end and means: this would remain a definite energy of the intellect in every action, even if the above poαiedui could become an instinctive energy of S, dperi(e. 12, 8). 89) Einfluss der Localitäten, des Klimas auf das Vor- kommen, auf Gestalt, Sitten und Lebensweise der Thiere Hist. an. VIII, 28 u. 29; de Part. an. II, 9. 655, a, 8; de Longit. 3. 465, b, 25. Einwirkung der Beschaffenheit der Körperbestandtheile auf Charakter- u. geist. Eigenschaften der leb. Wesen: a) das Blut, die letzte Nahrung des Körpers de Gener. an. II, 4. 740, a, 21; s. Brandis II, 1263; de Part. an. II, 2, 648, a, 2, 7 u. 9 dρασμσα ν τ‿˙Sε ℳ1 exovra Aenror l εαιααρνν νμα e s drSostan rollντα ναα πς †5ρνσ xe αeν⁶s; III, 4. 650, b, 183 b) das Hers, Quelle des Blutes u. Sitz der Lebenswürme ib. III, 4. 667, a, 11; c) das Fleisch, Träger des Tastsinns ib. II, 16. 660, a, 11;3 Physiogn. 3. 807, b. 12; de An. II, 9. 421, a, 25 G1.. G*λꝙ/ ⁴̃ ερα ν νeς Ʒαυἀαά̈νοιασm 01 AAνσασρραo ε&ν erg. Ueber die Wechselbeziehung zwischen Körper- u. Geistesbesch. Physiogn,, bes. 1. 805. a, 1 u. 11; Hist. an. I, 8, 491, b, 12. 90) De Part. an. I, 5. 645, b, 14; de An. I. 4. 415. b. 18. 91) S. Brandis II, 1329. 1 8 3