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haben oben gesehen, dass A. in dem ein en Seelenwesen einen vernünftigen und einen vernunftlosen Theil, und innerhalb des letzteren wieder ein wahrnehmendes, begehrendes und vegetatives Princip unterscheidet. Aber diese verschiedenen Seelenkräfte sind nach de Anima 7⁴) nicht als ebenso viele selbständige und nur äusserlich zusammengefügte Theile oder Seelen zu fassen, die etwa eine Art Einklang bildeten; sie sind vielmehr blosse Entwicklungsstufen eines und desselben Wesens, von denen jedesmal die höhere die niedere als Vermögen in sich einschliesst, gerade wie in der Geometrie die einfachste Figur das Dreieck im Viereck, und so jede vorhergehende in der folgenden enthalten ist. Aehnlich wird in der N. Ethik ²⁵) die Einheit der vernunftbegabten und der vernunftlosen Seite der Seele durch Hinweisung auf das Convexe und Concave eines Kreises veranschaulicht. Wenn daher auch die Sinnlichkeit verschieden von der Vernunft ist und ihr oft widerstrebt, so steht sie doch in keinem absoluten Gegensatze zu derselben, sondern hat vielmehr in gewisser Hinsicht an ihr Theil (uextνοοασαα νπη ⁶όιοο), insofern sie ihr zu gehorchen und sich nach ihren Vorschriften zu regeln vermag (xeiεα̈ρρα,&eπινιννεεε᷑ 6„ domep roö ‿ανερ οισσσιναν τ). Sie ist der wenn gleich spröde, doch bildungsfühige Stoff der Vernunftthätigkeit. Mit dieser möglichen Harmonie des Vernünftigen und des Sinnlichen ist auch die Möglichkeit der Tugend gesetzt.
A. nimmt, wie bereits bemerkt wurde, zwei den beiden Haupttheilen der Seele entsprechende Arten von Tugenden an: Tugenden des Denkens(dpera Jεαανονπνπινιακα⁵), wie Weisheit, Klugheit(ꝓρονσπ, Einsicht(eυνειις) u. s. w., und ethische Tugenden(d. 1ιααα⁴⁶), z. B. Freigebigkeit(&àeveprérng), Mässigung(6υGμ eͥ⅗p—) u. a.— Jene können gelehrt und erlernt werden; bei diesen reicht das blosse Wissen nicht aus, sie gehören der Sphäre des Handelns an und gehen, wie schon die Namensver- wandtschaft zeigt(og und 180g), aus der Gewöhnung hervor; denn nicht durch des Wissen, sondern durch das Thun des Gerechten wird man gerecht ²6). Die Tugend ist demnach nicht etwas, was uns fertig von der Natur verliehen wird, was wie ein bestimmtes Vermögen uns angeboren ist; sonst wäre sie durch Uebung nicht zu erwerben, indem nichts was in dieser Weise von Natur ist, durch Ge- wöhnung anders werden kunn*⁷). Der Stein wird immer, so oft man ihn auch in die Höhe schleudert, zur Erde niederfallen, die Flamme stets emporlodern. Die Tugend dagegen wird, ähnlich wie jede Kunst, durch ein und dasselbe erworben und verloren— durch ein oft wiederholtes Thun. Wie wir nämlich durch Citherspielen, je nach der Art, wie wir es üben, gute oder schlechte Citherspieler werden; so werden wir auch tapfer oder feige, jähzornig oder sanftmüthig durch ein entsprechendes Thun. Ferner ist ein natirliches Vermögen auch der Zeit nach früher, als es sich thätig zeigt. Nicht durch öfteres Hören und Schen wird uns Gehör und Sehkraft zu Theil, sondern weil wir diese Sinne haben, sehen und hören wir. Die Tugend aber erlangen wir, wie jede praktische Pertigkeit, durch vorhergegangene Uebung derselben; denn was wir thun Lollen, nachdem wir es gelernt, das lernen
74⁴) II, 3. 414, b, 28; de Coelo IV, 3. 310, b, 14 4b.. r10 Soceepa OD T0 dc brd, 6 2200G pde Er- lixeul— 75) E. Nic. I, 13, 10 rgöra οꝓεοοων ανρμρσνσσια νπηαναἀ,πσνρ τ τον οωιιασ οο εↄρμαα alν τπιέ 5 εεσσσν τ 1„̈ Jουο εᷣσσνν eντωμμτσα αε†εαυεια νκασsmσσασν ν E9ꝓ εεερα ταο up r en eeoy.— 76) E. Nic. I, 8, 6 ro rälo Eo? b5 ασι ³ςφμ πωdεειςα X, 9.— 77) Met. VIII, 2. 1046, b, 4 a⁴lν αά‿ μμν νmυέμ⁵⁴ς d νπονι αά εeρυκναάι έν Sειοσνε⁵μυάς πααι ασν εναυωάννννιυνν α at, al D'dXο*νο àiε ένG, bTo d Sepud roν Va uabea 46„oy, † 32 ν‿τ(μσ☚σ¶ẽõĩœ‚—sο αœlα εασς; E. Nic. V, 1, 4.
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