9
durch dasselbe beschränkte Seite desselben. Rein und ungetrübt von allem Stoffartigen(νεσφασ*, Ge⁴⁴ρεα) 60) kann die Vernunft, das Herrschende und Leitende in uns, ihr göttliches Wesen nur im Denken entfalten, und die Tugend des schauenden Geistes(voëg Seορνπαιιαςσ) ist die Weisheit(σρηεα˙ die Erkenntniss des Göttlichen, der ersten Principien und Ursachen der Dinge(roν νπτρν τιννoς ν‿⁶ν *α ανντιιν ³⁵⸗j. Wührend daher die ethischen Fertigkeiten, als dem[aus Leib und Scele] zusammen- gesetzten Menschenwesen zukommend, die eigentlich menschlichen Tugenden sind, und die ihnen ent- sprechende Glückseligkeit nur eine relative Vollkommenheit beanspruchen kann, ist das Leben im Geiste und seiner Wahrheit ein absolut vollkommenes und alle praktische Thätigkeit nur eine Vorstufe für die des Erkennens.— Die Thatigkeit des reinen Geistes allein vermag allen Bedingungen hinsichtlich des höchsten Gutes zu genügen ⁶²). Sie ist die stetigste, der wir lünger als irgend einer praktischen ohne Ermüdung uns hingeben können; nicht minder ist sie die lustvollste, denn die Weisheit gewährt Genüsse von wunderbarer Reinheit und Beständigkeit 6s). Sie'ist ferner auch die am meisten sich selbst genügende, da der Weise als solcher am wenigsten anderer Menschen und äusserer Güter bedarf, vielmehr die letzteren ihm in seinen Betrachtungen eher hinderlich sind. Endlich wird allein das philosophische Denken um seiner selbst willen geliebt und gehört der Musse an, die als erreichter Zweck dus glück- selige Leben enthält 6⁴); die Thätigkeiten der praktischen Tugenden dagegen, worunter die kriegerische und politische an Grösse und Schönheit hervorragen, sind ohne Musse und mehr oder minder auf etwas von ihnen selbst Verschiedenes gerichtet: denn man führt Krieg, nicht des Krieges, sondern des Friedens halber, und auch des Staatsmannes Streben geht nicht in seiner politischen Wirksamkeit als solcher auf, sondern bezweckt daneben auch Macht und Ehre, oder doch seine und seiner Mitbürger Glück- seligkeit. Die aufs Praktische sich beziehende Energie ist also nicht schlechthin Selbstzweck und ent- behrt der Musse, welche das Ziel aller Geschäftigkeit ist.
Dies wäre also die absolut vollkommene Glückseligkeit, wenn sie sich auf eine ganze Lebenszeit erstreckt. Doch ein solches Leben dürfte die menschliche Natur übersteigen ⁶⁵), denn der Mensch wird nicht nach seinem sterblichen Theil so leben, sondern insofern etwas Göttliches ihm inwohnt. So sehr aber dieses als ein Einfaches über das Zusammengesetzte erhaben ist, so sehr ist auch seine Thätigkeit über die der ethischen Tugenden erhaben. Ist nun der Geist ein Göttliches im Vergleich zum Menschen, so ist auch das ihm gemässe Leben ein göttliches im Vergleich zum menschlichen Leben. Man muss aber nicht auf die hören, die da malmen, als Mensch solle man Menschliches und als Sterblicher Sterbliches denken, sondern, so weit es vergönnt, unsterblich zu sein(àαναάκσεεεεν) streben und alles daran setzen, um dem Vorzüglichsten in der Seele entsprechend zu leben. Denn ist es auch klein an Umfang— an Macht und Würde ragt es weit über alles hervor. Auch scheint das specifisch Mensch- liche in uns der Geist zu sein; er ist das eigenste Wesen, das wahre Ich eines jeden, er ist der Mensch
60) De An. III, 5.— 61) Met. I, 2. 982, b, 9.— 62] R. Nic. X, 7, 2— 7.— 63) De Part. an. I, 4. 644, b, 31 r6, ed Ls Sa ro).. eKi A* παρρ‿α‿ ικσννσε†σσσσσνεμμεα dο& d⁴ ir Ti⁵αιμινεεννια ν ◻ννοοεεεειν vdον 5 π5 ☛ L dxæντα.— 64) Pol. VIII, 3. 1338, a, 1; Met. I, 2. 982, b, 22 oe2de T⁴‿ rGꝓτν umaαεαντινν τν αἀ sα‚νν ⁴οσν eæ de SOrννν εHlν α&emνρν roοεαννκ—péς ερεςᷣαντο 21OSar. IrAO 05? 66 0 e e α&ꝓν αμιννηνν εντoku Teian Eraαν, d. οeσπσνερρ eν/ενρσασνε ‿αεν Aeνεο αos. Bvenc lαν μνmõꝭSP0«lon d, ouro ab aνσντ μν Neνεεέιαα od ν lee1dEnbn. Edn Jâp durs drie Svergn 8 v.— 65) E. Nic. X, 8, 8.
2


