Aufsatz 
Über einige Lehren der Nikomachischen Ethik und ihre Beziehung zur Politik / von Munier
Entstehung
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Das vollkommene Gut muss ferner im höchsten Grade sich selbst geniigend sein, und zwar erstreckt sich diese Selbsthinlängligkeit(aureerch) der Eudämonie nicht bloss auf den Einzelnen als solchen, sondern auch auf seine Familie, seine Freunde und seine Mitbürger, da der Mensch von Natur zur Staatsgemeinschaft bestimmt ist ²⁶).

Ein weiteres zum Begriffe der Glückseligkeit gehörendes Moment ist ihre zeitliche Abgeschlossen- heit, wonach sie, da nichts in ihr unvollendet sein darf, einerseits das Alter der Reife voraussetzt und andererseits eine ganze Lebensdauer(y 8% edei) umfassen muss. Denn wie eine Sechwalbe noch keinen Frühling macht, so kann auch ein Tag oder ein kurzer Zeitraum keinen Glückseligen machen ²⁷).

Endlich ist die Glückseligkeit, indem sie vollkommene Thätigkeit ist, auch mit Lust verbunden ²s). Die Lust ist nämlich, wenn wir von der gemischten(uewri) oder relativen( νleτε eυειερμανοςσ 5,I6.), die wie die sogenannte körperliche aus der Befriedigung einer bedürftigen Natur hervorgeht, absehen, nichts anderes als die der naturgemässen Beschaffenheit entsprechende ungehemmte Wirk- samkeit 29). Sie ist die Vollendung eines Thätigkeitsactes, keine Bewegung und kein Werden ³⁶), son- dern ein Ganzes(ö¼ν i), das wie der Punkt, wie die Einheit und das Sehen in jedem Moment vollendet ist. Die Lust vollendet aber die Energie nicht als eine derselben inwohnende Fertigkeit (), sondern als ein hinzukommender Abschluss(re⁴οος), gleichwie die Jugendblüthe der Reife des Alters sich beigesellt à¹). Thätigkeit und Lust sind demnach untrennbar mit einander verknüpft und nur dem Begriffe nach verschieden; ohne Thätigkeit gibt es keine Lust, und durch die Lust wird jede Thätigkeit vollendet ³²) Daher hat jede Art von Thätigkeit ihre eigene Lust, durch welche sie er- halten und gesteigert wird, während eine fremde sie hemmt oder aufhebt ³³); und wie die Thätigkeiten ihrem Werthe oder Unwerthe nach verschieden sind: so auch die ihnen entsprechenden Lustempfin- dungen; diese sind gut oder schlecht, stärker oder schwächer, je nachdem die einer jeden zu Grunde liegende Energie eine gute oder schlechte, eine mehr oder minder vollkommene ist. Da nun auch das Leben eine gewisse Thätigkeit ist(denn Leben ist Wahrnehmen und Denken) ⁵⁴), so begehren alle die Lust, weil alle das Leben begehren; denn die Lust vollendet ihnen das Leben, das für jeden ein Gut ist. Jedes Wesen hat daher seine besondere Lust, wie es seine besondere Aufgabe hat ³⁵), und was dem einen, weil es seiner Natur gemäss ist, Freude erregt, das erweckt dem andern Abscheu, weil es der seinigen widerspricht. Wie verschieden und mannigfaltig die Lustempfindungen aber auch sein mögen, so verdient doch nur das den Namen Lust, was dem tüchtigen Manne als solche erscheint; denn hier wie überall ist die Tugend und der Gute das Mass ³6). Die specifisch menschliche, reinste und zugleich beständigste Lust wird sonach dem Glückseligen zu Theil werden, da sein ganzes Sinnen

26) E. Nic. I, 7, 6. 27) Ib. I, 7, 16; 9, 10; X, 8, 9; M. Mer. I, 4. 1185, a, 1. 28) E. Nic. I, 8, 10. 29) E. Nie. VII, 12, 3( 0o*) 2νεαια νπρ ααeς eiνν ερ dvε⁴μσσισ⁶ισνιος. 30) L. 1. 00 Tevdoeis eiol α ˙ναν, oddè e rdενέασιέι οααςοιια, ⁴eιν ενέ̈ρέν?»èα τ‿ενος νέ νυeνοωιμένωων σωσνν‿ 8⁴⁴νονσιν dιπιαχ‿ πφρωωμμέωνιέιν ακα mτιενιος ο πηασαν εꝓτ‿ενν αι eπeσν τν ete ννν τνεκοσν G*ομμιεμνν τνπ bοεμιις ½, 4. 31) Ib. X, 4, 8 ε⁵⁴ αιινε Ʒ ασ εωννινρνκνι⁴όάιÿπ◻ ε ονπν, od R d d B16 vedpxoα, d&- Puyεκννντνι τειανισε, Olov rotg drε,μαάοοιςσαι ⁶οα. 32) Ib. X, 4, 11. 33) Ib. X, 5. 34) Ib. IX, 9, 7. 35) E. Nic. X, 5, 8; Hist. an. VII, 2. 590, a, 10 apoo Pueg.. Exdα mιινρ§έοσν ꝙτσ εασ‿ν‿³⁶³ †ρόσιν 36) E. Nic. X, 5, 10 oπ‿ν έ£⁴σσον εετον π ο,* ο e ο.