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Mitte haltend, in dem wohlorganisirten Manne als Repräsentanten der Gattung sich darstellt; wesshalb auch Weib und Sklave, weil auf einer tieferen Stufe der natürlichen Entwicklung stehend ³), in der Ethik keine Berücksichtigung finden. Diese menschliche Natur, welche beständig Gefahr läuft, durch Missbrauch der Freiheit zur Unnatur zu werden, der ihrem Begriffe entsprechenden Vollendung entgegen- zuführen; die Schrankenlosigkeit der Triebe der festen Regel der Vernunft zu unterwerfen und so der Erkenntniss 4) ihr Recht der Entscheidung in Leben und Handeln zu wahren; mit einem Worte: die Wiedergeburt des natürlichen Menschen im Geiste— ist nach A. das Ziel, das alle sittliche Bildung zu verfolgen hat. 8
Da die Grundanschauungen der Ethik nothwendig mit der theoretischen Philosophie in Zusammen- hang stehen müssen, so dürfte es nicht unangemessen sein, einige massgebende Ideen der letzteren hier kurz zu besprechen.
Das ganze System des A. beherrscht der Unterschied zwischen potentiellem und actuellem Sein, zwischen Stoff und Form, Geist und Materie, Zweck und Mittelu. Der Stoff oder die Materie(dn, 10 droxs ε„), ist das bloss dem Vermögen nach Seiende(rò aεε 5„), das Passive, und, Bestim- mungslose, das daher entgegengesetzte Bestimmungen zulässt ⁵5). Er gewinnt erst Realität durch seine Verbindung mit dem Thätigwirksamen( ⁶έρνόια), der Form(&lòoα, oᷣρρ, welche das wahre Wesen (rò i ν εlνα*, der Begriff(A6+ο), die Natur(ꝓνονς) eines jeden Dinges und als Endzweck(xi*³ο⁹ς, ro ot Eye*xα) seines Werdens auch sein Bestes ist. Vermittelt wird die Ineinsbildung von Stoff und Form durch die Bewegung, die ohne Anfang und ohne Ende, gleichsam das ewige Leben der Natur darstellt6) und der Grund alles Entstehens und Vergehens ist. Sonach erscheint jedes concrete Ding als ein Product von zwei Factoren, einem geistigen und einem materiellen, des Stoffes als der noth- wendigen Bedingung, und der formbildenden Thätigkeit, welche als Abschluss des Bildungsprocesses, als volle Lebensentfaltung der vorhandenen Anlage von A. vorzugsweise syrelexer d. i. vollendete Wirksamkeit genannt wird*). Diese Verbindung von Stoff und Form ist eine so vollkommene, dass
deren Trennung nur dem Denken erreichbar ist; denn der letze Stoff, d. h. derjenige Stoff, in dem die Form unmittelbar zum Abschlusse gelangt, und diese selbst sind ein und dasselbe, nur das eine dem Vermögen, das andere der Wirksamkeit nach ³). Daher ist die Seele mit dem Körper, dessen Entelechie sie ist, unauflöslich verbunden, so dass man die Affecte materialisirte Begriffe(Q6νον kvro¹) nennen kann, und überhaupt alle Zustände des Seelenlebens(mit Ausnahme der reinen Denkthätigkeit, des voĩες Sepnrinog, der ein ορεεοσαν ein von dem Körper Trennbares ist) eine doppelte Auffassung zu- lassen, eine physiologische und eine rationelle(psychologischa), je nachdem man auf die Materie oder auf die Form sein Augenmerk richtet. Nach der erstern könnte man z. B. den Zorn als ein Aufbrausen des Herzblutes oder des Warmen, nach der letzteren als eine Begierde nach Wiedervergeltung oder etwas dergleichen erklären 9).— Da nun überhaupt im Gebiete des Werdens das der zeitlichen Ent-
3) Sieh Schl.— 4) Vgl. Zeller. die Philos. d. Griechen II, S. 503 u. Hegel's Vorles. ü. d. Gesch. der Philos. II, S. 395.— 5) Met. VI, 7. 1032, a, 20; VIII, 8. 1050, b, 8; c. 9, a, 5.— 6) Phys. VIII, 1. 250, b, 14.— 7) Ueber den Unterschied von Entelechie u. Energie s. Zeller II, 426; Brandis I, 513; Trendelenburg, de An. 296 u. dazu die Bemerk. von(Ritter u.) Preller, Hist. philos. Graeco-Romanae, p. 262.— 8) Met. VII, 6. 1045, b, 17 ☛ο... l* soxärn hn eal ορρ( Caντο zα Ʒdε,*o vepeid.— Vgl. de An. II, 1. 412, b, 6; Phys. II, 1. 193, b, 4; Brandis I, 507 u. 570.— 9) De Au. I, 1. 403, a, 28.


