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oder Longitudinalkomponente(P); die andere wirkt zwar senkrecht(transversal) zur Parallelkom- ponente aber schief zur Zinkenebene, also gewöhnlich auch schief zum Horizont, nicht vertikal (T). Diese letztere dagegen kann man sich wieder zerlegt denken in eine horizontale und vertikale Transversalkomponente(TI ½ und T), so dass man schliesslich 3 Komponenten in ihrer Wirkungs- weise zu betrachten hat.
Die Fäden sind meist aus Metall ⁴⁴) und so angebracht, dass sie die Stimmgabel(als Erreger) nicht beschweren. In derselben Weise verfuhr ich bei eignen Beobachtungen und hatte auch Ge- legenheit, mich von der folgenden interessanten Thatsache zu überzeugen, welche Gripon betont: Bei grösser Amplitude der Resonanzschwingungen liegen die Knoten näher am Erregungscentrum als bei geringer; die Verrüchung kann bis I em betragen und ist desto bedeutender, je näher der Knoten an und für sich nach dem Centrum hin liegt. Ich erkläre dies einfach daraus, dass der Faden bei starker Amplitude in einen höheren Grad der Spannung gerät, wie man schon bei einer gewöhnlichen Klaviersaite wahrnimmt, und dass infolgedessen die Wellen länger werden müssen, ganz entsprechend den Meldeschen Gesetzen. Diese Verlängerung wird sich als Verschiebung der Knoten desto bemerklicher machen müssen, je näher sie der Stimmgabel liegen. Gripon misst daher mit Recht die Wellen nicht während ihrer grössten Amplitude.
Vor allem fragt Gripon nach der Übereinstimmung des Experiments mit der Theorie und bedient sich dazu der Gl.(9)(Taylors Formel). Bei demselben Faden und demselben Erreger muss ausser K auch Vp:d konstant sein. Die sämtlichen nun folgenden, sehr wertvollen Messungen beziehen sich auf transversale Erregungen. Sie bestätigen die Theorie vollkommen und zeigen: Eine vollständig ausgebildete Welle(genauer Halbwelle) hat dieselbe Schwingungszahl wie ein gleich langes und gleichgespanntes Fadenstüch, awelches die Grund-Eigenschaingung besitezt, befolgt also Taylors Formel. Die Spannung muss dabei so gross sein, dass der Einfluss der Steifigkeit verschwindend ist. Da sich die Versuche meist auf Metallsaiten beziehen, so musste der Einfluss der Steifigkeit be- deutender sein als bei den von mir benutzten, ungemein biegsamen Seidenfäden.
Ferner mass Gripon die Länge der Halbwellen und verglich sie mit der Theorie im An- schluss an Formel(8): Die Länge einer Halbwelle der Resonanzschwingungen ist gleich der Länge einer freischwingenden Saite, awelche bei derselben Spannung ihren Grundton gibt. Die Halbivellen werden dagegen grösser, wenn der Finfluss der Steifigkeit merklich wird.
Eine weitere Beobachtung muss unsere Aufmerksamkeit fesseln: Wenn ein Faden(am besten bei schwacher Spannung) eine Anzahl wohl ausgebildeter Resonanzschwingungen zeigt und man vermehrt allmählich die Amplitude des Erregers, etwa durch heftiges Streichen mit dem Violin- bogen, so verschwinden nacheinander die Knoten und es bilden sich längere Wellen aus; dies kann so weit getrieben werden, bis die Saite als Ganzes schwingt. Scheinbar widersprechen diese Er- scheinungen der Theorie, welche eine solche Abhängigkeit der Resonanzschwingungen von der Amplitude des Erregers nicht kennt; ebensowenig ist es denkbar, solche totalen Umsetzungen in der Konfiguration des Fadens auf Spannungsänderungen zurückzuführen, wie ich es bei einer anderen
²⁴) Messing, Kupfer, Eisen: r= 0,01— 0,3 mm, Spannung P= 2— 3000 g, 1= 1000 mm, n= 130.(pro Sec.)
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