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einen Betrag von 324 M. Es konnte im Ganzen die Summe von 335 M. zur Unterſtützung von 10 Schülern verwendet werden. Einer erhielt 45 M., drei je 40 M., vier je 30 M. und zwei je 25 M. Das Übrige von den Zinſen der Aktivausſtände wurde zum Kapitalfond hinzugefügt, welcher ſich gegenwärtig auf 4611 M. 38 Pf. beläuft. Hiervon ſind 3900 M. in Obligationen des Kurh. Staatsanlehens vom Jahre 1863 zu 4 Prozent, der Reſt bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe zu 3 ½ Prozent verzinslich angelegt.— Indem ich ſowohl dem verehrlichen Komité als auch allen edlen Gebern für die dargebrachten Gaben der Liebe im Namen unſerer Anſtalt den innigſten Dank ausſpreche, empfehle ich die ſchöne Stiftung, der ſeit ihrem Beginn im J. 1852 Gottes Segen nicht gefehlt hat, dem ferneren Wohlwollen mildthätiger Menſchenfreunde.
Offentliche Brüfung.
Dienſtag, den 8. April. Sexta 8—9 Uhr. Religion: Breitung.— Geographie: Rathmann. Quinta 9—10 Uhr. Latein: Jung.— Rechnen: Rathmann. Quarta 10—11 Uhr. Latein: Wiskemann.— Naturkunde: Bruch. Untertertia 11—12 Uhr. Griechiſch: Bork.— Franzöſiſch: Dr. Bölke. Obertertia 2—3 Uhr. Latein: Dr. Zilch.— Mathematik: Dr. Linz. Unterſekunda 3—4 Uhr. Naturwiſſenſchaft: Dr. Müller.— Geſchichte: Dr. Zilch.
. Mittwochen, den 9. April.
Oberſekunda 9—10 Uhr. Griechiſch: Dr. Koerber.— Mathem.: Dr. Müller. Prima 10—11 Uhr. Geſchichte: Prof. Gegenbaur.— Horaz: Der Direktor.
Das neue Schuljahr wird Donnerstag den 24. April, des Vormittags 8 Uhr, eröffnet werden.
Anmeldungen neuer Schüler iſt der Unterzeichnete während der Ferien entgegenzunehmen bereit. Sie müſſen ſpäteſtens bis zum 23. April erfolgt ſein, und zwar durch die Eltern oder deren Stellvertreter in Perſon oder ſchriftlich unter Vorlegung eines Tauf⸗ oder Geburtsſcheines ſowie eines Impfſcheines bzw. Wiederimpfungsſcheines und eines Zeugniſſes der bisherigen Lehrer über Kenntniſſe und Betragen.. Zur Aufnahme in die Sexta iſt in der Regel das vollendete 9. Lebensjahr erforderlich. An Vorkenntniſſen wird verlangt: a) Fertigkeit im deutlichen und ſinngemäßen Leſen, ſowie im Schreiben
deutſcher und lateiniſcher Schrift; b) die Fähigkeit eine kurze Erzählung mündlich oder ſchriftlich ohne
allzu grobe Fehler wiederzugeben; c) praktiſche Geläufigkeit in den vier Spezies mit unbenannten Zahlen; d) Kenntnis bibliſcher Geſchichten.— Vorkenntniſſe im Latein ſind nicht erforderlich.
Fulda, den 31. März 1884. Der Königl. Gymnaſial⸗Direktor
Dr. Eduard Goebel.


