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kam, vernommen habe, und das manchem unſerer modernen„hyperboliſch⸗pädagogiſchen“ Heiß⸗ ſporne Geduld predigen ſollte:„Gott, was iſt der Menſch ſo dumm!“— Das dοoraey dAs haylas Setvév, von Lykurgos prädicirt, iſt von Wolff völlig richtig gedeutet:„Die Gewalt des Wahnſinns(mit ſeinem Blute) abträufeln laſſen“: das Verträufeln des Blutes ſtillt den Wahnſinn. Dasſelbe ſoll auch noch ein zweites ſtillen: à„ οέ rs uevos, wie die Handſchriften bieten.— Nun teilt uns derſelbe Wolff mit, daß wie nach der einen Faſſung der Sage es Roſſe ſind, die den Lykurgos zerfleiſchen, ſo nach einer anderen des Dionyſos Panther, wofür er Belege bringt. Natürlich hat Sophokles geſchrieben: α y rs hevos(cf. II. P 20); ¹und o waren in der Schrift ja nicht unterſchieden(vgl. oben zu v. 351): Lykurg verträufelt mit ſeinem Blute zugleich die Gewalt des Wahnſinns, wie die Wut der Panther, d. h. ſtillt damit beide.—
v. 961 erſetze ich das Pa mit ſeinem unzuläſſigen Accuſativ ray Jesy durch abw, das wieder aufgenommen wird mit dem den folgenden Satz anhebenden„εοσᷣακ ν„³ν; ebenſo erſetze ich in dem vorhergehenden Kommos v. 873 das ſchiefe uehe als Ausſage durch das den folgenden Satz ſchließende gleiche eXsi:„⁴⅜τος 5“ 3 ατος αμ◻άeακι μαμ⁴αααον odSa eNet. Bei der ſentenziöſen Faſſung des Gedankens verlangt geradezu die Epanalepſis des ꝓ⅜α os die Reſponſion durch die des εεr. Vgl. das heſiodiſche: 2 8*j 055, ZveISoS, Ae- 5 ¾*' Zvetdog.
v. 969 ſcheint mir ein conjicirtes valovo'= ſie liegen, von Oertlichkeiten geſagt, vor Arrat zur Herſtellung des Verſes leichter als das doktrinäre äksvoc Böckhs als Epitheton zu *5068.
Als dritte Parallele zu dem Schickſal der Antigone ſetzt der Chor mit dem zweiten Strophenpaar das der Boreade Kleopatra, der Enkelin des atheniſchen Erechtheus. Welches ſie perſönlich getroffen, ſetzt der Dichter als bekannt voraus; er ſelbſt hat die Sage wiederholt behandelt, in ſeinen Tympaniſten, wie in einem doppelten Phineus. Jedenfalls iſt auch bei ihm Kleopatra eingekerkert worden, wofür die Parallele mit Antigone ſpricht, wie auch die ſonſtige Ueberlieferung der Sage damit ſtimmt. Ob er ſie auch wieder habe durch die Argo⸗ nauten befreien laſſen, wie Diodorl überliefert, erſcheint mir fraglicher, darf indeſſen hier ziemlich außer Betracht bleiben. An unſerer Stelle zieht der Dichter vor ſtatt des perſönlichen Schickſals der Kleopatra das ihrer beiden Söhne, denen die Idäa, nach anderer Faſſung die Eidothea, die Phineus zugleich mit der Verſtoßung der Kleopatra zum Weibe genommen, die Augen ausſtieß.— Doch zu dieſem gräßlichen Bilde bietet ſich dem choriſchen Lyriker ein anderes, verſöhnlicheres als Gegenſtück; keine Frage, daß gerade es ſich auch dem Tragiker als beſonders wirkſam auf die Empfindung der Hörer empfehlen mußte. Eine Skizzierung der betreffenden Scene bietet offenbar der Eingang unſerer Antiſtrophe g' die Geblendeten jammern, doch wohl in erſter Linie um ihr eigenes Schickſal.— Aber auch von Phineus erfahren wir, daß er um Frevels willen ſei des Augenlichtes beraubt worden. Mußte es nicht ein Bild erſchütterndſter Tragik hergeben, die Reue des blinden Vaters inmitten der durch ſeine Schuld geblendeten Kinder, ein, vielleicht noch wirkſameres, Seitenſtück zu Oed. Col. 1095— 1105.— Freilich der überlieferte Text ſcheint nur von beiden Söhnen zu ſprechen; nur leidet derſelbe an ſeither


