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geraten— keines will entſprechen. Der Gedanke läßt erwarten: Du biſt in Deinem Wage⸗ mut ſoweit gegangen, bis Du an den hohen Thron der Dike ſtießeſt.— Bleibt man aber in dem angeſchlagenen metaphoriſchen Tone, welches iſt dann der Teil des Körpers, mit dem am entſprechendſten an unſerer Stelle dieſer Stoß geſchieht? Wir meinen: das Knie. So ent⸗ decke ich in dem überlieferten ox³αo ein„éyo. Ich faſſe dabei„οyv als Accuſativ des Teils⸗ zu dem das Paſſiv von οο ety darſtellenden ½οοtrsiy; vgl. 8raXety— xα᷑/lmrety(Curt. Gr. Gr. S. 483, 4.)
Wie Wolff v. 870 in dem αοαιννννεσς¶-; er conjicirt ohne ausreichenden Grund xdος — den Oedipus entdecken mag, iſt ſchwer verſtändlich und zeigt nur, in welche Verlegenheit die Interpreten ſich durch das 7 desſelben Verſes verſetzt ſehen. Es heißt dem geſunden Wahrheitsſinn in's Geſicht ſchlagen, hier nicht an Polyneikes denken zu wollen.— Das iſt richtig: ehe ich das kꝑ mit Schneidewin⸗Nauck auf des Polyneikes Ehe mit der Tochter des Adraſt, die für unſer Stück gar nicht vorhanden iſt, deute, eher würde ich mich der billigen Conjektur des ꝑο in rä†y, wie ſie die Schulausgabe Herrn Schuberts bietet, bequemen. Wenn ich mich aber an das oör' snivolog(La)— Axepévtr vo ꝓρρνεαο v. 815 f., auch wohl an euncber roo elooat, Non ere v. 73 erinnere, dann iſt mir unzweifelhaft, wie hier das 7Acy gemeint iſt. Der Tod vermählt die im Leben Unvermählte: Ʒ‿α᷑μς v. 867 mit dem Bruder: 569onot οειꝙ v. 869 f, 50worgot natürlich nicht wegen des Anſtößigen, ſondern weil dayd, Er' ddaν, arhvagec Ls, v. 871.
Eine neue crux philologorum bedeutet v. 872, von dem Schneidewin⸗Nauck urteilen „die Worte a4εety Hey e5⁶εje4, dis entziehen ſich dem Verſtändnis,“ und auch Herr Schmelzer ſagt von unſerem Vers: ‚iſt in der überlieferten Lesart unverſtändlich.“— Den an unſerer Stelle geforderten Sinn haben Schneidewin⸗Nauck annähernd richtig formulirt:„man ſollte erwarten gëßety Hey 25ε&& vexνεροοε, fromm iſt es, die Toten zu ehren, oder c6‿ety ugy edcsſelg éuts, es ziemt ſich, die edcsßets(wie Antigone ſich als eöaeßie bewährt hat) zu ehren; ebenſo: „der Chor räumt ein, die dem Polyneikes geweihte fromme Pflicht ſei allerdings des Rühmens werth, aber u. ſ. w.“— Nur erſtaunlich, daß man ſeinen Satz, an dem durchaus nichts zu ändern iſt, nicht in entſprechendem Sinn hat zu bewältigen verſtanden. Bene vertit, qui bene construit, heißt es eben. Ich konſtruire: edcεᷣeia ε, Sol is εety: die Frömmigkeit iſt etwas, um es zu ehren. Unſer Beiſpiel dient zur Erweiterung deſſen, was Krüger Gr. Sprchl. II, 55, 3, An. 6 u. 7 lehrt.— Uebrigens faſſe ich das edosßeta nicht ſo ſehr als äußeres, denn als inneres logiſches Objekt zu 36ew:„Fromme Pflicht ſoll man ehren= ſoll man üben,; ein Fall der figura etymologica.
Das dluor eXGhar v. 838 beziehe ich auf das 66„ in v. 837. Der Chor hat mit letzterem Antigone nicht bloß bezüglich ihres Todes, wie ſie es ſelbſt zuerſt in Antiſtrophe a& gethan, mit Niobe in Parallele geſetzt, ſondern auch bezüglich ihres Lebens; macht ihr damit zunächſt ſtillſchweigend den Vorwurf der öxegßaola, als deren Typus Niobe in ihrem Leben daſteht, ein Vorwurf, bei dem der Chor auch gegenüber Antigones mit nuot anhebender Klage


