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§ 5. Erſter Rummos.
Daß in dem Antihypermetron 834 ff. die Reſponſion den Ausfall eines akatalektiſchen anapäſtiſchen Dimeters anzunehmen nötigt, iſt erkannt; nur verſtehe ich nicht, warum man gerade den Ausfall zwiſchen 837 und 838 ſtatuiren will, wo weder die Konſtruktion etwas Ungewöhnliches hat, noch der geſchloſſene Sinn irgendwelche Erweiterung zuläßt. Dagegen finde ich dieſes Ma dees ror at deropsvhe, dieſen Satz ohne Subjekt wie ohne Kopula für ſich allein ganz unerträglich. Vielmehr iſt doch ſehr naheliegend, daß der Chor ſein Verſtändnis des Cgurla Séva Tavrakon durch Nennung des Namens der Niobe bekunde. Ich wage, die Parallelſtelle El. 150 f. ich αννπνλἀφμ Na, 3“ Erors véè dev, Ar'&, aꝓ⅜ν mπιωιτεαἀ adat 5α ets nützend, zu conjiciren: à⁄X⁄4 e6s dot al detoTev— ra od y erx Ni6a daxpöet.
Wenn etwas den Ia, beziehungsweiſe deſſen Urheber gegen die Herunterſetzung Hugo Gleditſch's wegen behaupteter„abſichtlichen Aenderungen und vermeintlichen Verbeſſerungen, welche unter anderen auch metriſche Anſtöße zu beſeitigen und dem Mangel an genauer Ent⸗ ſprechung in Strophe und Gegenſtrophe abzuhelfen beſtimmt“ geweſen ſeien, ſicher ſtellen und ſeine Güte als Quelle des ſophokleiſchen Textes in helles Licht rücken kann, ſo iſt es die crux, welche uns derſelbe mit v. 850 zumutet: gut, daß es dieſer„Pſeudokritiker“, wie ihn Herr Gleditſch zu betiteln beliebt und nicht der„Kritiker“ Herr Gleditſch mit ſeinen„Weglaſſungen, Aenderungen der Wortſtellung oder Ergänzung“, wozu er ſich ermächtigt hält, war, der berufen worden, den ſophokleiſchen Text über die Jahrhunderte hinüber zu retten; im anderen Fall müßten wir wohl an einer Heilung unſerer Stelle verzweifeln.— Daß jenes aller Reſponſion hohnſprechende oör' 8v gorototy oör' Sy vexpotot nicht etwa als Gloſſem zu betrachten— wem würde auch ein ſolches zu dem ſicher ſtehenden sᷣrornos dee et zu Sinn gekommen ſein?— ſondern auf die Hand des Dichters wird zurückgeführt werden müſſen, ſpringt in die Augen. Ich entdecke den Urſprung der Verderbnis in einem ausgefallenen epanaleptiſchen zweiten uLrornos. Daß eine ſolche Epanalepſis gerade hier der Wiederholung desſelben Gedankens entſprach, ſieht jeder, und iſt wie dieſe Wiederholung ſelbſt der leidenſchaftlichen Erregung der Sprecherin nur gemäß. War aber einmal das erſte usrorkos für die Dative porols und vengols abhanden gekommen, dann meldete ſich das doppelte sy zur Aushilfe von ſelbſt; ebenſo aber auch bei der nunmehrigen Verſtümmelung der Reſponſion ein den Vers ſtörendes correlates erſtes oö s. Ich leſe nämlich: Tch 5”grayog, porots böts vxots Lertos— Lrokog 5 t, 05 d-.oety.— Daß der Sprache ein einfaches»öre hier genügte, lehren neben Beiſpielen bei Pindar Aeſch. Ag. 132, Cho. 294; ebenſo der auch bei Sophokles mehrfach zu belegende Gebrauch von pirs für uhte-uhte(vgl. Schneidewin⸗Nauck zu Philokt. 771„wie oft in ſtrengen Gegenſätzen einzelner Begriffe“); einem Reſte von Zweifel bezüglich des Verſtändniſſes wurde ja, wenn es deſſen überhaupt bedürfte, durch die Wiederholung des Gedankens abgeholfen.
v. 855 thun weder die überlieferten woxhöy noch οᷣα dem Sinne Genüge; ſo hat Dindorf Hα, Schneidewin Q ν v, Bonitz ꝙ% vermutet, Lehrs reryo zu verdoppeln


