Aufsatz 
Die Cantica der Antigone : kritisch-exegetisch revidiert / von Theodor Maurer
Entstehung
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d'ijnact ninreis. Damit erſchließt ſich nun auch ein richtigeres und klares Verſtändnis für das Folgende. Bisher hat der Begriff des zvvoxeöety entſchieden noch der Klarheit ermangelt; hat man doch ohne ſonſtigen Rückhalt das Wort kurzerhand mitlauern insidiari, wiedergeben wollen. Man hat eben die Konſtruktion unſeres ganzen Satzes verkannt, infolge die Beziehung des Potras 5'dsgnvrros zu der Ausſage unſeres zweiten Relativſatzes überſehen. Der Haupt⸗ ſatz ſetzt nämlich nicht mit †orrae, ſondern erſt mit y'&*‿,ροων̈ε αᷣ æẽłς u. ſ. w. ein. Der Dichter ſagt:Bald bettet ſich Eros auf den zarten Wangen der Jungfrau, bald ſcheut er ſich nicht, zu ſeinen Beſuchen den Weg über's Meer zu nehmen, ein deutlicher Bezug auf die Schickſale einer Medea, einer Helena. So erſcheint auch das re unſeres erſten Relativ⸗ ſatzes durchaus nicht müßig, wird derſelbe vielmehr dadurch in gleich enge Zuſammengehörigkeit mit dem zweiten Epos gebracht, wie das attributive d᷑re u⁴.ααν zu dem erſten ſteht. Der neue Relativſatz, ohne re, in ſeiner Zweigliederung durch dagegen beanſprucht mehr prädikative Selbſtändigkeit, hat jedenfalls ſeineu eigenen neuen Geſichtspunkt. Der Hauptſatz gliedert ſich nun zunächſt durch re α: Eros übt ſeine Macht bei den unvernünftigen Tieren: 8v ᷑e ,ο v6ots aαν‿αάe, ebenſo wie bei den Vernunftweſen: Göttern und Menſchen. Da der Dichter aber die Wirkſamkeit des Gottes ſchließlich vorzieht negativ auszudrücken: biος 05eis, ſo ergab ſich für den zweiten Teil unſeres Hauptſatzes die Gliederung durch rs oörs: oör, &?dαννοιον νέεεος°5 5,9 sg ie, n dGey. Zur Conjektur aε᷑ꝗ(Nauck und Blaydes) fehlt durchaus die Nötigung, inſofern ſich nicht abſehen läßt, was dem Dichter dieſe Abänderung der Konſtruktion mittels des en anſtatt des Genetiv. partit. hätte verbieten ſollen.*)

Unter den deouol uerdx³ot v. 799, deren ⁴ρνειοοσς εν abs hier der 8vxᷣενν εαερα⁴eνρμνν Tοςσ ε λέακναενον vöncas genannt wird, verſtehe ich beiſpielsweiſe: Alter und Tod, Mitleid u. ſ. w. neben den v. 354 genannten doröyohot grat mit den daraus entſpringenden deanol, welche v. 801 meint.

Kreon während dieſes Staſimon anweſend zu denken, iſt ebenſo unſchicklich, wie während des anſchließenden Kommos. Wie derſelbe v. 780 abgeht, ſo tritt er erſt wieder auf während Antigones Epodos v. 876 881. Ebenſo unzuläſſig ſcheint es, daß derſelbe nach dem 05 459 äxtora v. 885 noch der in Trimetern ſich bewegenden längeren Klage Antigones zuhören ſoll Vielmehr muß er bereits mit v. 890 wieder abtreten. Der mit v. 928 wieder Auftretende, an den der Chor ſein Wort richtet Ert röy adrey yény cet. v. 929 f. bleibt dann auf der Bühne bis zum Schluße des fünften Epeiſodion.

v. 935 und 936 weiſe ich mit Boeckh und Seyffert dem Chore zu.

*) In ähnlicher Weiſe kompliziert iſt die Gliederung des Satzes v. 4 u. 5. Dort klagt Antigone unter dem ſchmerzlichen Eindruck der Schmach, die das Gebot Kreons über ſie und die Schweſter, als Glieder des Hauſes des Oedipus, bringt, über das Uebermaß ihrer Leiden. Sie gliedert dieſelben nach der doppelten Empfindung des Schmerzes(bobr AXrery6y) und der Schmach. Ihrem männlichen Sinn aber iſt die letztere ſo empfindlich, daß ſie ſich nicht mit einem einfachen cerrelateneöre begnügt. Doch noch ehe ſie die Gliederung des letzteren oörs vollziehen kann, meldet ſich die Erinnerung an die älteſte, ſchwerſte Schmach, die in ihrer Geburt ſchon liegt, um deretwillen ſie und Ismene der eigene Vater O. C. 532 550 är« nennt. In ſie haben ſich die beiden Schweſtern finden lernen müſſen: ſo wird ihrer nur vorübergehend gedacht: ärns ärsg= abgeſehen vom Fluch (Xlαrι εμ☚ονφ*), wie auch Boeckh richtig deutete, und nun erſt folgt die Gliederung jenes zweiten, ſchon laut gewordenen

oörs in 05 1' bαομν oör' Arv. 4