Aufsatz 
Die Cantica der Antigone : kritisch-exegetisch revidiert / von Theodor Maurer
Entstehung
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Worten: v. 450 05 †àp ti not Zeds Jy 6 ödas räde cet. Mit noch mehr Recht als Schiller die homeriſchen Leichenſpiele zu Ehren des Patroklus wert halten wollte, daß man um ihretwillen Griechiſch lerne, dürfte man um dieſer zwei Strophen unſeres Sophokles willen wünſchen, das Studium der griechiſchen Sprache jedem empfohlen zu ſehen, der einſt berufen ſein ſoll, einen Thron zu beſteigen.

Zu einer Aenderung des handſchriftlichen wavrorhpos v. 606 als Epitheton des Schlafes fehlt aller Grund; wurde doch der Schlafgott als Greis dargeſtellt, vgl. Müller Archäol. S 642. Dabei ſteht es in wirkſamem Gegenſatz zu dem Aναονοπαει ϑευο von den unves geſagt. Jeden Tag mit Eintritt der Nacht bewirkt der Schlaf bei dem Menſchen das gleiche Verſagen der Kräfte, wie die Iαor eoyres pfyes für das letzte Stück ſeiner Lebens⸗ bahn. Beider Wirkung gegenüber ſteht unberührt, rrpoe, er, deſſen Element die OXöunon Laενμαμρέ αα oak æ, wohl im Gegenſatz gedacht zum Dunkel der Nacht, wie der Farbloſigkeit der erſterbenden Natur.

Nicht verſäumen will ich bezüglich des d'kmerra nal 15 eoy v. 611 gegen die Deutung Schneidewin⸗Naucksdie nächſte und die fernere Zukunft Herrn Schmelzer beizupflichten, welcher das Umgekehrte ſtatuirt:ro kwerra= d. Zukunft; Leoy scl. Jevéοεαν d. i.das, was im Begriff ſteht, einzutreffen= die Gegenwart.*) In gleichem Sinne erſcheint BLeXovta bei Demoſthenes. Cex. A. 2.

§ 4. Yrittes Skaſimon.

v. 782 werden alle Interpretationskünſte zu Gunſten des unſinnigen sy ruxot nin- reis vor dem ſchlichten Wahrheitsſinn nicht verfangen, ebenſowenig freilich wollen die ſeither verſuchten Verbeſſerungen erträglich erſcheinen. Nun meinen wir, ſo gut der Dichter den Liebesgott ſein Lager aufſchlagen laſſe auf den zarten Wangen der Jungfrau, ſo werde doch wohl ſein eigenſtes Revier, dasHerz, von ihm beim Preiſe der Macht des Gottes nicht unerwähnt bleiben. Wir fragen, welche Anrede des Gottes konnte dem Dichter näher liegen, als:Eros, Unbeſieglicher im Kampf, Eros, der du dich auf die Herzen ſtürzeſt? Es hieße aber einfach den antiken Geiſt verkennen, wenn man an dem Worte Anſtoß nehmen wollte, das der Grieche, auch für die Dichterſprache, hier an Stelle unſeres deutſchenHerz zuläſſig gefunden hat, an dem Worte ſmap, worüber man das Lexikon einſehe; vgl. Soph. Ai. 937 xρr ds Inap Tsvvala 5 h. Nun iſt aber das homeriſche soare, auch durch eine Partikel getrennt in 5, für das einfache Relativ nach Ausweis des Lexikons für die lyriſchen Partieen auch den Tragikern nicht fremd, vgl. El. 151. So ſteht nichts im Wege, zu leſen: Epows, 3 sy

*) Sei hier auf einen ähnlichen Irrtum hingewieſen, dem Heinrich Stein in ſeiner Herodotausgabe zum Exordium des erſten Buches verfallen iſt. Er will raä Tsvéhsva 85&νG:cy faſſen alsdie Thaten der Menſchen, das 89 r aα᷑ AsTAXa. al dora, ra usy-EXX7Gt r d Bdοοαοσι ³έmμσε ςvta alsdie Werke, opera, menſchlicher Arbeit und Tüchtigkeit. Die Sache verhält ſich umgekehrt, wie einmal cp. 59 Zl. 26 zeigt. Nlaaläv rs&XGy(IIsεοꝓτμαανοοσ) uæl dAAa AODsEA LeVO MSTAXa 8 T-(Thaten); zum andern das an zo*r anſchließende re aaæ M* hv alrlay SoXSPxy aAXyXOLO CEXXTVSC α⁴ε ραασ½, woraus eben erhellt, daß im Voraus⸗ gehenden nicht vonWerken, ſondern vonThaten die Rede, denn nur die letzteren gehören dem gleichen begrifflichen Gebiet an wie eine mögliche Kriegsurſache. Bei ſeiner Parallele ra Trrvyétsvx de y A-valcv zu rdòr TSv6,lev 85 dνꝓανy überſieht Stein den Unterſchied des dne und ss.