Aufsatz 
Die Cantica der Antigone : kritisch-exegetisch revidiert / von Theodor Maurer
Entstehung
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den Leſer wiſſen, der durch dieſe Erklärungen ein klares Verſtändnis unſerer Stelle gewönne! Vor allem iſt von einem Bezug dieſes unxaævéev*vxs(natürlich doriſcher Genitiv) auf das AℳvG 363, wie das un½νας 349 auch nicht leiſeſt die Rede. Gründlicher läßt ſich hier Herr Schmelzer an. Er ſchreibt: 00G 6 ds e enkavéey-*vxe Exoy d. i. während die hohe Kunſt, die er beſitzt, für ihn einοꝓρy ſein, ihn zur Weisheit und damit nur zum 800X2 kehren ſollte, wendet er ſich doch zum. Nach dem nord LEdy zaxν unterbricht ſich der Sänger; er will ſagen:der Menſch thut ein und das anderemal Böſes, ein andermal auch Gutes, wenn er u. ſ. w. Zu zal iſt alſo nicht das folgende em zu ziehen; denn damit müßte auch das kpnet zu xa⁴y gezogen werden, das zu dieſem Objekte gar nicht paßt,; es iſt vielmehr zu axey aus dem kõet nd das allgemeine erarsrat zu ergänzen. Auch das fehlende de hinterXors zeigt, daß die Konſtruktion unterbrochen iſt. Ich habe dieſe Unterbrechung durch einen Gedankenſtrich kenntlich zu machen geſucht. Daß das fehlende ಠgar nichts zeigt, dafür verweiſe ich auf Ellendt überεy. Ebenſowenig iſt erſichtlich, warum das bei Sophokles ganz farbloſe kone(vgl. v. 612 u. v. 617) nicht gerade ſo gut mit exl ardy wie mit end 809X2v verbunden paſſen ſoll. 30 v de bereits in einen Gegenſatz zu zxακν zu ſetzen, erſcheint geſucht. Das wors bey.or' hält die Wage noch völlig im Gleichgewicht. Ich überſetze:Sieht er mit Staunen ſich im Beſitze des Stückes der Weisheit, erfinderiſchen Sinnes, dann u.. ſ. w. Und iſt dies nicht auch die Deutung des Scholiaſten, wenn er ſchreibt: 20,v e navéey: e nNayée, is eEOn So, Eoy? Zu einer Aenderung des G0 iſt darum durchaus kein Grund.

Recht bezeichnend iſt die Weiſe, wie ſich die Erklärer zu dem Gegenſatz öcherohts Aro 370 ſtellen. Schneidewin⸗Nauck gehen ſchweigend vorüber. Wolff verweiſt uns auf Parallelſtellen mitähnlichem Gegenſatz; nur helfen uns dieſelben zum Verſtändnis des an unſerer Stelle waltenden leider auch gar nichts Paſſow hat zu dpenols:der höchſte, erhabenſte in der Stadt oder im Staate, die Stadt eerhebend, Soph. Ant. 370 ſt], kann doch aber an dieſer unſerer Stelle nur eines der beiden richtig ſein! Thudichum hält ſich an das erſtere:groß im Staat im Staate nichts, Donner umgekehrt an das zweite:Segen der Stadt! Aber zum Fluch lebt ihr. Die Palme gebührt Herrn Schmelzer. Er verkündet:Bei all' ſeiner Kraft und all' ſeiner Kunſt iſt der Menſch doch nicht immer ein 5pkwohic, ſondern wird, wenn er das Maß überſchreitet, zum olts und als ſolcher mag er mir fern bleiben! Mir ſolcheErklärerei! Bei der kann es ja allerdings nicht ſchwer ſallen, einedreifache Lektürenmaſſe zu bewältigen! Daß d 9eroxkes in cauſativem Sinne zu faſſen möglich, lehrt O 97emännererhebend, männerehrend. Wo an unſerer Stelle über den Mann des Geſetzes doch billig ein eigenes Urteil des Chors erwartet wird, nicht was Andere von ihm halten, erſcheint die Deutung Ellendtsin civitate honoratissimus, das sv ri ohe 6 s des Scholiaſten, durchaus ſchief. Ich erkenne in dem 5 3iroxbl das griechiſche Aequi⸗ valent zu dem uns Deutſchen ſo vertrautenein Mehrer des Reichs; entſprechend in rohts unſerLandſchade, und überſetzt: ein Mehrer der Stadt ihr Schade.