Aufsatz 
Die Cantica der Antigone : kritisch-exegetisch revidiert / von Theodor Maurer
Entstehung
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wohl, daß Euripides das herrliche Staſimon ſeines älteren Rivalen gekannt hat; wahrſcheinlich darum, daß er ſich bei Abfaſſung der hier angezogenen Stelle unſerer ſophokleiſchen erinnert hat. Dann hätte man aber auch die befremdliche Abweichung lawous ſtatt kwroy, wozu der Vers durchaus nicht nötigte, nicht überſehen ſollen. Nun verdient um der Anſchaulichkeit willen, im Gegenſatz zu dem allein gehenden raëogos dieſer Plural kwwor entſchieden den Vorzug, doppelt gar an unſerer Stelle, wo das Futurum äkerat, wie die Epitheta oöpetos und Xaotaνννν Pferd und Stier vorerſt der Bändigung noch harrend uns vor's Auge bringen. Hier war das einzig Poetiſch⸗Lebendige das Bild der Pferdeherde, wogegen das abſtrakte kollektivekaroye⸗ an Gedankenbläſſe kränkelt. Auch ſcheint es in der That dem gewünſchten Plural nicht an handſchriftlichem Rückhalt zu fehlen. Dindorf hat bezüglich des La zu dem Worte knnoy: 0 ex factum, desgleichen Seyffert oex o facto, nur ſchade, daß man nicht beſtimmt erfährt, ob die Verbeſſerung von gleicher oder verſchiedener Hand rührt. Eines weiteren als der Wieder⸗ herſtellung dieſes kunoy neben der Trennung des duρρραρ in d†ρνᷣ᷑qmO0M2eiec]%y bedarf es jedenfalls nicht, um Sinn, wie Konſtruktion genug zu thun; dann iſt eben actabxeva als Attribut mit X6†ο zu verbinden, zu raogoy aus dem Vorhergehenden duorsy äkerar dct zu ſuppliren. Im Wege ſtünde nur die Autorität desScholiaſten, der offenkundig 2ρνοοωφρν uv verbunden hat; hat ſich derſelbe freilich damit zugleich bezüglich der Konſtruktion, wie man aus ſeinen ſonſtigen Worten ſieht, ſtark im Gedränge befunden. Das oy*o5os möchte nun auch für ihn in dem Verkennen des IIIIION als Genetiv Pluralis gelegen haben(vgl. unten zu v. 960). So ſehe ich davon ab, die Zuläſſigkeit der Konſtruktion eines zuerſt von mir conjicirten Xaotabxevas lod Aseat 3ερνορσν su%» vertreten zu wollen, und bleibe bei dem nächſtliegenden, einfachſten: XxMœαιαεν⁴α o ancy Assra: Ae 5coy SoTey 0öpstov r'dαμα aαοꝓρμον

Wie ich das Futurum in oox enasera Peosty Alda v. 361 f. faſſe, iſt oben angedeutet. Die Meinung des Dichters iſt an unſerer Stelle nicht etwa, wie man wohl meiſt verſteht, eine Behauptung für alle Zukunft aufſtellen zu wollen, als vielmehr auszuſprechen, was nach der Erfahrung in jedem Falle geſchieht, wenn es ernſtlich an's Sterben geht; hat darum, wie geſagt, auch der Scholiaſt das vorliegende Futurum snäkerar durchaus ſinngemäß mit ſeinem Aoriſt söpey wiedergegeben.

In v. 356, 357 entſprechend v. 367, 368 erkenne ich päoniſchen Rhythmus. In der Lesart aldgeia folge ich Wolff und deute:des Froſtes Heitre, ein trefflicher Gegen⸗ ſatz zu 560019 /q7. In v. 367 iſt Wolff ſeines von einem Scholion an die Hand gegebenen ½½ ſtatt des überlieferten apeipoy doch nicht ſicher genug, um nicht einοουρο̈νν daneben zur Wahl zu ſtellen: ich genüge dem Sinn, wie ich der Textſpur näher bleibe, mit r'Aa v: véHO T' ραρμν ανε νςα vgl. Ellendtaàpapioho firmo?

Das 0%6y Te de envéey öneg SXld, EXoy v. 365 gibt Thudichum ungenau:mit klugen Erfindungen ſo über Verhoffen begabt, Donner ebenſo ungenau:in Erfindungen liſtiger Kunſt weit über Verhoffen gewandt. Schneidewin⸗Nauck haben:Verb. 5 un.'xvas(anklingend an 4◻ανοασ 363, vgl. 349 Lrxανκεσ), Geſchick zur Kunſt, zu Erfindungen, 20 6v t als ein wunderbares; Wolff:lunxavéey bildet einen Gegenſatz zu d**‿αος 363; es ſteht nach Lravats 349, weil dies das Hauptthema iſt, a†ρνο prädicativ. Wir möchten

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