Aufsatz 
Die Cantica der Antigone : kritisch-exegetisch revidiert / von Theodor Maurer
Entstehung
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(auf die wohl(sic!) v. 116 geht; 65 des für εαονμοεεένυ) voran(sic!) fliegen zu laſſen! Sonſt hat man zur Erklärung des handſchriftlichen 3v 8ꝗ ꝑε᷑eeeν Ioxuveluns eine, wie geſagt, das Regens zu dy enthaltende Lücke zwiſchen durρe⁄ᷣey und Ee« angenommen. Dieſe Annahme wird unterſtützt durch die naturgemäß ſich aufdrängende Forderung der Reſponſion mit dem Antihypermetron Ʒ. So gilt es die Ausfüllung unſerer Lücke durch eine Dipodie. Die bis jetzt verſuchten Goey*wos d' Martins, Frars Xεoςᷣ' Kayſers leiden an erſchreckender Nüchternheit und thun dem lyriſchen wie anapäſtiſchen Pathos ſchweren Eintrag. Vielmehr wird dieſes Pathos verlangen, daß der mit zy einſetzende Relativſatz, wenn auch der Xeοααοαναε ꝓH begrifflich feſtgehalten wird, ſich beziehe auf das Subjekt des Hauptſatzes unſeres Hypermetron. Nun hat man in dem verkéy mit Berufung auf Parallelen bei Aeſchylus wie Euripides eine Anſpielung auf den Namen IIoxvveiw-s ſtatuirt, lag eine ſolche doch auch uur zu ſehr am Wege. Freilich kommen jene beiden Dichter an den bezüglichen Stellen dem Verſtändnis ihrer Anſpielung doch irgendwie zu Hilfe. Dieſes bloße verkéoy an der unſrigen mutet uns an, der Dichter habe gewollt und nicht gekonnt. Erſchiene darum das Frars durch die Autorität des Scholiaſten unverweigerlich geſchützt, ſo würde ich leſen falre ολον deea ff. und käme dann die Häufung der gleichen, durch die Arſis*) gehobenen ſchweren Wort⸗ ausklänge dem geforderten Pathos erſt recht zu gute. Indeſſen dürfte die Beglaubigung jenes Frars denn doch nicht ſo außer Zweifel ſein, um nicht ein. Q 6 ˙ Sörgoy als dem Ge⸗ ſchmacke zuſagender, vorzuziehen.

Für v. 113 wird das überlieferte zu alerés wie das els zu †ày in gleicher Weiſe von dem Sinne gefordert. akerès, ohne ôs, iſt, zumal nach dem erkannten Satzbau unſeres Hypermetron, ſchreiend hart; fällt eis weg, ſo verliert das Bild an Kraft: am furchtbarſten erſcheint die heranziehende Wetterwolke. So halte ich an dem überlieferten lerès eis Jdy d önspénra feſt. Die vielleicht auffällige Stellung des ös erhält ihre Parallele in v. 424, wo man durchaus ſinnwidrig das Komma vor ös ſetzt und letzteres mit dem mit 5ray ſich ein⸗ leitenden Temporalſatz verbindet. Offenbar gehört es poſtpoſitiv, darum éôs zu ſchreiben, zu dem irgas 5wrdos, und iſt das Komma nach ô zu ſetzen.

Damit verlangt aber wieder die Reſponſion für v. 130 das Feſthalten des überlieferten akatalektiſchen anapäſtiſchen Dimeters. Hier hat Bernhardy, Gr. Syntax S. 46, völlig das Richtige geſehen, der in dem allein ausreichend beglaubigten öresgonrlas das abstractum pro concreto geſetzt erkannte. Das 59 GHvra v. 133 verlangt durchaus ein bezügliches Nomen; umgekehrt vertrug ein önsgonrlas in ſeinem hier gewollten Sinn, als den Kapaneus meinend, für ſein appoſitives Particip keine andere Form als den Singular Masculini(vgl. Krüger Gr. Spr. II, 58, 3, 1).

v. 122 hat man, das Metrum herzuſtellen, indem das zal dem oͤnde der Reſponſion nicht genug thut, Verſchiedenes verſucht, bisher mit ſo wenig Erfolg, daß jetzt Hugo Gleditſch, ſowie ihm folgend die Schubert'ſche Schulausgabe, gar jenem zal zu lieb anſtelle von ondg einer in den Text ſetzt. Hat ſchon das oͤndg geographiſche Bedenken erregt ſo ſchreibt Wolff:Der Bach Dirke fließt zwar im Weſten der Stadt, vereinigt ſich aber nördlich von

*) Wir bleiben bei der Bentley'ſchen Prägung des Wortes.