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Noch V 537, 217 v. Chr. Januar
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Alpen gebracht(Polyb. III, 55), und sie wirkten auch in der Schlacht an der Trebia noch mit(III, 72 und 74), bei dem Zuge durch die Arnosümpfe aber war nur noch der eine vorhanden, auf welchem Hannibal ritt(III, 79, 12); die Stelle war also unentbehrlich, um das Verbleiben der übrigen zu erklären.— Livius, welcher eine so schöne Schilderung nicht gern umkommen lieſs, hat sich anders zu helfen gewuſst. Bei ihm heilſst es c. 59 von Hannibal weiter: Degressus Appennino retro ad Pla- centiam castra movit... Postero die... adversus hostem ducit, neo Sempronius consul— iam enim re- dierat ab Roma— detrectavit certamen... Postero die ingentibus animis vario eventu pugnatum est. Primo concursu adeo res Romana superior fuit, ut non acie vincerent solum, sed pulsos hostes in castra perseque- rentur, moæ castra quoque oppugnarent u. s. w., eine handgreifliche Wiederholung der Schlacht an der Trebia, wie Sieglin(Zwei Doubletten im Livius, Rhein. Mus. 1883, S. 363— 369) richtig gesehen hat; und zwar, wie das Zahlendetail zeigt, in der Lesart des Valerius Antias. Livius hat also die Geschichte Hannibals bis zu Errei- chung der Apenninhöhe richtig erzählt; dann aber lälst er Hannibal zurückgehen, um auch diese schöne und für die Römer so ehrenvolle Schlacht des Valerius Antias noch mitzunehmen; und darauf läſst er Hannibal(XXII,
1, 1— 4) zum zweiten Mal nach Etrurien aufbrechen und ihn(c. 2) diesmal, wie Polybios, ohne Erwähnung des Apenninüberganges, gleich durch die Arnosümpfe mar- schieren.
7) Polyb. III, 75, 4— 8, gleich nach den Berichten über die Schlacht an der Trebia. Dazu Fränkel(Röm. Studien, S. 8):„Wie man sieht, geht also auch aus diesen Worten des Polybios hervor, dafs die neuen Kon- suln sehr bald nach der Schlacht ihr Amt angetreten haben, dals also die Schlacht in den Anfang März (jul. Kal.) gefallen ist. Nach Matzat... müſste die Schlacht an der Trebia gegen Ende Oktober(jul. Kal.) des Jahres 218 geliefert worden sein!“— Ich meines- teils sehe hier nichts, als dafs die neuen Konsuln gleich nach der Nachricht von der unglücklichen Schlacht ihre Vorbereitungen zum Aufbruch treffen.
8) Polyb. III, 77, 1— 2, nach römischer Quelle. Die Zeitangabe ist daher cum grano salis zu verstehen: der Iunius, in welchem der Auszug der Konsuln sowie die Schlacht am trasimenischen See stattgefunden hat, fiel zu Polybios' Zeit etwa auf den April. Er hat die römi- schen Data, die er vorfand, als das aufgefaſst, was sie zu seiner Zeit bedeuteten, und zwar sehr natürlicher Weise; denn Mittel, sie auf wahre Zeit zu reduzieren, hatte er ja nicht(s. Anhang).


