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Vom 20. 12.„ LZur Beschaffung von Lehrmitteln für naturwissenschaftliche Schülerübungen hat der Herr Minister für das laufende Etatsjahr einen Betrag von 200 M. bewilligt.
„ 31. 12.„ Es sollen Maßnahmen erwogen werden, wie die Schüler für den Fall einer Feuersgefahr an schnelles und doch geordnetes Verlassen der Schulzimmer und Schulgebäude zu gewöhnen sind.
„ 28. 1. 1907. Zum Wegfall sämtlicher bisher noch bestehenden Kombinationen von Klassen und Abteilungen im wissenschaftlichen Unterrichte wird von dem Herrn Minister die beantragte Beschäftigung eines dritten wissenschaftlichen Hilfslehrers von Ostern d. Js. ab genehmigt.
III. Zur Geschichte des Gymnasiums.
a. Persönliche Verhältnisse.
Zu Ostern 1906 schied Oberlehrer Dr. Kilb, der seit April 1897 an der Anstalt erfolg- reich gewirkt hatte, aus dem Lehrerkollegium aus, um eine Oberlehrerstelle an dem Gymnasium in Mühlheim a/Rh. zu übernehmen. Gleichzeitig trat Oberlehrer Kruepper in das Lehrer- kollegium ein.—
Herm. Kruepper, geboren zu Neapel am 27. Februar 1879, katholisch, bestand im Februar 1903 die Staatsprüfung für das höhere Lehramt in den neueren Sprachen, legte das Seminarjahr an der Klinger-Oberrealschule in Frankfurt a. M. und das Probejahr am Gymnasium in Montabaur ab und wurde am 1. April 1906 als Oberlehrer an dem hiesigen Gymnasium angestellt.
Der Kandidat Otto Kühlewein, der hier seit Ostern 1905 das Probejahr abgeleistet und zugleich eine Hilfslehrerstelle verwaltet hatte, wurde zu Anfang des Schuljahres an das Kaiser Friedrich Gymnasium zu Frankfurt a. M. berufen. An seine Stelle trat als Hilfslehrer der Probekandidat Otto Schieck.
Zu Herbst wurde Kandidat Otto Franz nach beendigtem Probejahr an das Gymnasium zu Dillenburg berufen. Die von ihm verwaltete Hilfslehrerstelle erhielt Kandidat Adolf Schnädter, der zugleich in das gesetzliche Probejahr eintrat.
Gleichzeitig wurde der Kandidat Heinrich Goebel der Anstalt zur Ableistung des Probejahres überwiesen und ihm zugleich 11 selbständige wissenschaftliche Stunden übertragen.
In das mit dem Gymnasium verbundene pädagogische Seminar traten zu Herbst 1906 folgende 8 Kandidaten ein: Dr. Robert Thomas, Johann Schreiner, Dr. Ernst Löwe, Wilhelm Harsy, Georg Schaub, Dr. Clemens Schwarte, Hermann Seis und Dr. Robert Samse.
Den Professoren Sonne, Dr. Frye und Zengerling wurde durch Allerhöchsten Erlaß vom 12. März 1906 der Rang der Räte vierter Klasse verliehen.
Oberlehrer Dr. Haas erhielt im Juni 1906 durch Ministerialerlass den Charakter als Professor und durch Allerhöchsten Erlass vom 28. Juni 1906 den Rang der Räte vierter Klasse.


