Aufsatz 
Die Weihe des Kynikers Maximus zum Bischof von Konstantinopel in ihrer Veranlassung dargestellt / von Konrad Lübeck
Entstehung
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Dem Oberlehrer Marxhausen wurde im Dezember 1906 der Charakter als Professor und durch Allerhöchsten Erlass vom 21. Januar d. Js. der Rang der Räte 4. Klasse verliehen.

Der Gesundheitszustand war bei den Lehrern wie bei den Schülern im verflossenen Schuljahre im ganzen günstig; doch mußte ein braver und hoffnungsvoller Schüler, der Unter- primaner Ferdinand Becker aus Fulda, wegen Kränklichkeit zu Ostern 1906 den Unterricht auf ein halbes Jahr aussetzen und schliesslich zu Herbst das Studium vollständig aufgeben. Schon wenige Wochen später erlag er seinem schweren Leiden, von dem er vergeblich im Süden Heilung gesucht hatte. Eine Abordnung der Schule gab ihm das letzte Geleit und der Gesang- chor der Anstalt sang am offenen Grabe mehrere vierstimmige Lieder. R. I. P.

b) Feierlichkeiten und andere Vorgänge.

Dem vorjährigen Bericht über die Jubiläums-Festlichkeiten der Schule im September 1905 möchte ich zunächst nachtragen, dass unser Gymnasium aus Anlass seiner hundertjährigen Jubelfeier eine prachtvolle Fahne als Geschenk erhalten hat und zwar hauptsächlich aus frei- willigen Spenden, die mein Herr Amtsvorgänger bereits während seiner hiesigen Wirksamkeit veranlasst hatte. Ich verfehle nicht, den freundlichen Spendern sowie namentlich dem Herrn Gymnasialdirektor Professor Dr. Wesener in Cöln den gebührenden Dank hierfür auch an dieser Stelle abzustatten.

Am 23. April begann das neue Schuljahr mit der Prüfung der neu angemeldeten Schüler; tags darauf nahm nach einem feierlichen Gottesdienste in der Gymnasialkirche der regelmäßige Unterricht seinen Anfang. 3

Am 22. April, dem Weißen Sonntag, wurden 8 evangelische Schüler, die von Herrn Superintendenten Ruhl vorbereitet waren, konfirmiert.

Am 14. Juni, dem Fronleichnamsfeste, wurden 33 katholische Schüler, die von dem Religionslehrer Professor Dr. Frye vorbereitet waren, zur ersten hl. Kommunion geführt.

Am 19. Juni machten die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Klassenlehrer den üblichen Ausflug.

Am 10. August unterzog Herr Ober- und Geheimer Regierungsrat Dr. Paehler das mit dem Gymnasium verbundene pädagogische Seminar einer eingehenden Revision.

Am 1. September wurde zur Feier des Sedantages in der Aula eine Festlichkeit mit Gesang, Musik und Deklamationen veranstaltet. Die Festrede hielt Professor Sonne.

Am 11. September unterzog im Auftrage des Herrn Ministers der Maler der Königlichen Kunstschule zu Berlin Herr Karl Jung den Zeichenunterricht einer eingehenden Revision.

Am 16. Oktober begann das Winterhalbjahr mit dem regelmäßigen Unterricht.

Am 22. Dezember wurde für die verstorbenen Wohltäter des Gymnasiums das jährliche Gedächtnisamt in der Gymnasialkirche gehalten.

Am 26. Januar beging das Gymnasium die Feier des Allerhöchsten Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. in der Aula mit Gesang, Musik und Deklamationen. Die Festrede hielt Oberlehrer PDort.