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gern. Wir singen schöne Lieder. Vorgestern wir haben Lass mich nur fliegen hin gesungen. Ich grüsse Dich sehr und deinen Schülern auch. Klein Popo 26. Juli 1898. Adolf A. Almeida.
Lieber Gymnasiasten H. Dersch.
Hier giebt keine Tieger. Aber hier giebt viele Antilopen und viele Schlangen. Ich habe einen Soldaten auf dem Wege begegnet. Er hat eine Leoparden geschossen. Die Leute haben eine Grossen Freude gemacht. Denn er hat eure Feind geschossen. Ich grüsse Dich.
Klein Popo, 2. Februar 1899. Dein Mesa Garber.
Klein Popo, d. 7. Juli 1899. Lieber Wilhelm!
In Beantwortung Deiner lieben Zeilen am 7. d. Mts. teile ich Dir mit, dass ich 22 Jahre alt bin und seit 1895 die Schule zu Klein Popo besuche. Der Schulunterricht macht mir viel Vergnügen. Gegen Abend habe ich trotz der Müdigkeit die Karte geschrieben. Wie- viele Jahre bist Du alt und seit wann gehst Du in die Schule? Herzliche Grüsse sende ich Dir und Deinen Mitschülern. Dein lieber Freund Ayayi Ama.
Lome, den 8. Dezember 99. Lieber Herr Lorenz,
Ihre Karte vom 3. November d. J. habe ich erhalten und sage Ihnen meinen herz- lichsten Dank dafür. Ich bin augenblicklich bei der Post in Lome.(Togogebiet.) Bitte mir mittheilen ob Sie Markensammler sind damit ich Sie einige Marken sammle.
Prosit Neujahr! Besten Dank und Gruss Ihr unbekannter Freund lsaak Garber, Telegraphist.
Wenn ich einmal nach Darmstadt komme werde ich Sie besuchen.
Gruss Gen.
Dies ist nur eine kleine Auslese aus den zahlreichen Karten und Briefen, die unsere Schüler erhalten haben. Mehrere interessante Stilblüten Togoer Negerknaben haben wir auch schon in der Zeitschrift für Ausländisches Unterrichtswesen(IV, 1) veröffentlicht. Alle Schreiben beweisen, dass es ihre Verfasser mehr oder weniger verstehen, ihren Gedanken Ausdruck zu verleihen, wenn auch manche grammatische Fehler dabei vorkommen. Das Schreiben Ayayi Ama's ist sogar fehlerfrei und für einen Negerschüler geradezu musterhaft.
Die Aussprache des Deutschen verursacht im allgemeinen dem Neger mit Aus- nahme des Ephenegers sowie den Indern, Arabern, Parsen und Goanesen grosse Schwierig- keiten. Besonders sind es einige deutsche Konsonanten, die sie nur mit der grössten An- strengung hervorbringen können. Diese Konsonanten sind z, das sie dem Franzosen gleich meist wie s aussprechen, ch und sch, für den Dualaneger noch f und h, sowie Konsonanten- verbindungenswie gl, kl, br, dr, gr, kr, und besonders Konsonantenhäufungen von drei und vier Lauten machen ihnen die allergrösste Mühe. Dem Epheneger dagegen fällt die Aus- sprache des Deutschen„entschieden leichter als dem Franzosen“; die soeben angeführten Konsonantenverbindungen kommen auch im Aneho vor und bieten ihm daher keine Schwierig- keiten, doch verwechselt er leicht r mit l und l bisweilen mit d.
Der Lehr- und Unterrichtsstoff in deutscher Sprachlehre entspricht im grossen und ganzen dem unserer Volksschulen. Die Verteilung desselben auf die einzelnen Klassen lässt sich im voraus nicht bestimmen, da ein regelmässiger Klassenwechsel, eine genau geregelte Weiterführung von Jahrgängen, bis jetzt noch nicht besteht und bei der ganzen Einrichtung der Schulen auch nicht erwartet werden kann.
Der Unterricht in Ephe und Duala umfasst Anschauungsunterricht, Lesen, Schön- schreiben, Rechtschreiben, Nacherzählen von Geschichten und Rechnen. Unterrichtet wird in Epheb nach dem Lehrbuch von Köbele, in Duala nach der Dualafibel von Christaller. Im Lesen und Schreiben der Swahili-Sprache werden nach der von Blank neu bearbeiteten


