Aufsatz 
Rostands Princesse Lointaine als Schullektüre
Entstehung
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44 Nik. Scheidi) und wohl auch für Oskar Langer), die alle

in ihren resp. Abhandlungen derfernen Prinzessin Worte hoher Anerkennung gespendet und durch mehr oder weniger ausführliche Inhaltsangaben die Teilnahme für das Stück in weitere Kreise zu tragen versucht haben. Mit den Arbeiten der beiden Letzgenannten bin ich leider erst während des Druckes bekannt geworden. In Hinsicht auf O. Langers inhaltsreiche, gründliche Untersuchung bedaure ich das um so mehr, als er das Material z. T. von Rostand selbst erhalten, z. T. aus zahllosen Artikeln und Aufsäâtzen²) zusammengetragen hat, deren An- führung man an anderem Ort vergeblich suchen würde. Er weist u. a. hin auf einen Aufsatz in Westermanns Monatsheften Jahrg. 45 S. 57, in dem es von der Princ. loint. heisst:Es war die Sebnsuchtsfahrt des Dichters nach dem Lande der Poesie in wundervoll verständlichen Symbolen, und mehr als eine Szene bewies, dass der Dichter mit einem Denker gepaart sei, der die Geheimnisse des Lebens zu deuten verstehe; er zitiert öfters den oben(S. 39 Anm. 3) erwähnten Aufsatz von Otto Reuter, der in der Princ. loint.eine bedeutende Steigerung in der Entwicklung des jungen Dramatikers erblickt; er macht mich auch zuerst aufmerksam auf eine Abhandlung von Jacques Henri(im Magazin littéraire V. 281), der Rostand,gestützt auf den Sprachforscher M. Rousselot und den Professor der Geschichte, Abbé Terret, in der Princesse lointaine eine Menge von Verstössen gegen die Sprach- und Geschichtsforschung vorgehalten habe. Gerne hätte ich, Langer ergänzend, zu den offenbar vielfach sehr anfecht- baren Behauptungen des streitlustigen Herrn Stellung genommen, gerne mich überhaupt nach diesen und verschiedenen anderen von Langer herangezogenen Arbeiten umgetan, doch war mir das nicht mehr möglich.

¹) Prof. Nik. Scheid, S. J. Feldkirch. Edmond Rostands Entwick- lungsgang und seine Beziehung zur deutschen Literatur. Frankfurter Zeit- gemässe Broschüren XXII, S. 315 321.So viel kann im Werdegang Ro- stands festgestellt werden, dassdie ferne Prinzessin ein unentbehrbares Glied in der Reihe bildet, in der des Dichters Entwicklung aufsteigt

²) Oskar Langer(K. K. Realschulprofessor in Graz), Edmond Rostand.

Literarische Skizze. Linz 1901. 65 Seiten(Gross-8⁰) Inhalt der Pr. loint. S. 15 19.

³) 41 Namen von französischen und deutschen Autoren, die über Ro- stand geschrieben haben, habe ich bei Langer gezählt, und es ist leicht mög- lich, dass es mehr sind.