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Vierter Aufzug.
Wir eilen der Nahenden voraus. Wieder sind wir an Deck der elenden Barke und sehen den Prinzen, wo wir ihn verlassen, die Augen unverwandt dem Land zugekehrt. Die Morgenfrühe ist„rosiggoldener Abendstimmung“ gewichen. Was aber ist das? Wer ist uns zuvorgekommen? Squarciafico hat die an- gekündigte Rache ins Werk gesetzt. Inmitten der aufgebrachten Schiffsmannschaft behauptet er, Bertrand habe den Freund ver- raten und sei selbst an des Freundes Stelle getreten, die Ersehnte werde nicht kommen. Das beteuert er immer von neuem— niemand glaubt ihm, kaum lassen sich die Matrosen abhalten, sich auf ihn zu werfen.— Squarciafico's Rache ist unvollständig, da ihn der Prinz, wie Erasmus versichert, nicht mehr hören und verstehen kann. Um so dringlicher versucht er den Patron gegen Bertrand aufzubringen. Da tönt es kaltblütig von dessen Lippen:—
„Ich überlass ihn euch— ihr könnt ihn hängen!“
Aber manchen scheint die Rahe noch zu gut für ihn. Folterqualen, ausgesuchte Marter kennen die alten Piraten. Wohl zaudern sie noch einmal, als sie hören, ein Bürger des mächtigen Genua sei's, den sie unschädlich machen wollen. Dann aber steigt ihre Erbitterung. Trotz aller Versprechungen fliegt Squarcia- fico über Bord. Aber er schwimmt! Da spannt einer vom Schiffsvolk den Bogen und zielt. Aller Augen folgen dem Vor- gang mit höchster Spannung. Nur Prasmus ist neben dem Prinzen geblieben und sieht zu seinem grenzenlosen Staunen, wie dieser plötzlich den Arm hebt und in die Ferne zeigt. Und wahrlich, dort naht etwas,„und rosig glüht’s, und golden strahlt's“..
„O hört, Musik! Der Schurke hat gelogen! Kein Zweifel mehr— sie selber kommt gezogen!“
Entzückte Ausrufe der Schiffer malen die Ankunft des wunderbaren Boots:
„.... Seht ihr der Wimpel Purpurbörtchen?“ „Rotseidne Segel!“—„Jedes Tau geschmückt!“— „Wer hat wohl je ein solches Boot erblickt?
Der Mastkorb selber ist ein Blumengärtchen!“—
Und immer näher kommt sie. Unbeschreiblicher Jubel


