Aufsatz 
Rostands Princesse Lointaine als Schullektüre
Entstehung
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Die Leute sind Skelette! Rah' und Mast Zerspellt! Rudel im Sterben! Alles aus! Versenket Die Hoffnung ganz.... Da plötzlich Land!..

o denkt o denket....

Melissinde schaudert zusammen und hat nur einen Gedanken: Ich denke, was Du all erlitten hast!

So ist's ihr über die Lippen getreten, was sie bisher sich selbst kaum eingestanden. Wohl versucht sie's zurückzunchmen. Was aber bleibt ibr übrig, um Bertrand die verräterische Ge- fühlsäusserung vergessen zu machen? Sie verspricht ihm zu folgen. Ja, gleich soll man dic Barke rüsten... Aber keinen Dank... kein Wort mehr...! So stürzt sie fort und Bertrand jubelt:Am Ziel! Sie kommt!..

Auf Deinen Engel harrst Du nicht vergebens Und stirbst beglückt, Joffroy Rudel!

Dadurch hört der gerade eintretende Squarciafico zu seinem grossen Verdruss, dass Bertrand gar nicht jener abendländische Dichterprinz ist, den er statt Manuels so gerne an Melissindens Seite auf dem Thron von Tripolis sähe:

Kein Fürst wär' lieber uns als ein Poet! Er könnte Verse, wir Geschäfte machen. Wie schön: ein Liebespärchen auf dem Thron! Für die Regierung sorgten selbst wir schon; Die kämen uns wohl nicht dazwischen! Was könnten wir so hübsch... Bertrand fällt ein:Im Trüben fischen!

Denn er hat diefeile Krämerseele erkannt, für die auch die grossherzige Dichterfahrt Geschäftssache ist. Bei einer Wen- dung im Gespräch verrät er aber sein eigenes Gefühl für Melis- sinde, und alsbald hofft Squarciafico den jungen, schönen Riesen- töter an Rudels Stelle treten lassen zu können. Bertrand merkt nicht gleich, wo jener mit seinen Anspielungen und Zumutungen hinaus will. Als er aber begreift, dass er ihn am liebsten zum Verräter am Freund werden liesse, da fährt er derSchlange an die Gurgel. In diesem Augenblick überrascht Melissinde die beiden; sie hört noch gerade, wie Sqarciafico sich zu rächen droht, und verweist ihn zornbebend des Landes. Doch Bertrands