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Wie stürbe er beseligt und zufrieden!
— Der Blüten duftigste, hellster der Sterne,
Sie ist's! Es überstrahlt die Wirklichkeit
All seine Träume! Alles Erdenleid
Verweht vor dieser Stirne Himmelsklarheit,
Vor dieser rätselhaften Augen Glanz,
Drin Blau und Grau sich mischt,— die weltenferne
Sich unter blonden Wimpern bergen.— Ganz
Versteh' ich ihn erst heut: sein Traum ist Wahrheit!“ Und mit inständigem Flehen wendet er sich nun an Melissinde: Kommt, kommt zu ihm.
„Hat Euch sein Aug' geschn, so schliesst sich's gerne!
Bleibt ihm nicht die Prinzessin, ach, die ferne!
Naht ihm, Prinzess des Ostens, Melissinde,
Kommt, eilt, dass er den Himmel noch auf Erden,
Das Paradies auf seinem Wrack noch finde!
Schenkt ihm den schönsten Tod— ah, einen neidens- werten!“
Mehr und mehr hat sich Melissindens Auge umdüstert. Und als sie hört, dass sie sich getäuscht hat, dass der vermeintliche Joffroy Rudel der Bote eines Sterbenden ist, da erklingt auf das flehende„Kommet, kommt!“ als letztes Wort des Aufzugs ein unerbittliches„Nein!“
Dritter Aufzug.
„Nein!“— So hat die Prinzessin sich schroff von dem für einen anderen Flehenden gewandt. Was ist in ihr vorgegangen? Den inneren Wandel kündet die Szene an: als sich der Vorhang hebt, sind die Marmorfliesen nicht mehr mit Lilien, sondern mit purpurroten Rosen bestreut. Es ist heller, heisser Nachmittag, und das Fenster des Prospekts ist weit geöffnet.
Bertrand beschwört Sorismunde, ihm beizustehn, um doch noch der Prinzessin Sinn zu ändern; denn noch ist das Segel weiss. Nun naht Melissinde selbst, im Zwiespalt mit sich, und sucht Trost und Rat bei der Vertrauten.„Warum dies Nein?“ — Sorismunde weiss es:


