Aufsatz 
Rostands Princesse Lointaine als Schullektüre
Entstehung
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Mit deinem Flitter, deinem reichen Tand! Zusammen brech' ich unter deiner Bürde, Du furchtbar prächtig Abbild meiner Würde, Symbol des aufgezwung'nen, den ich hasse, Der mich noch drückt, wenn ich dich fallen lasse! Zugleich aber erfahren wir, was sie veranlasst, den Pilgern so huldvoll zu begegnen; ist doch durch Pilger ihr Ruhm übers Meer gedrungen: Verdank' ich's doch solch armem Schlucker nur, Dass mich zu der Gefeiertsten der Schönen Mit seiner Liebe wunderbaren Tönen Joffroy Rudel erhob, der Troubadour! Mein Sänger, meiner! Fern im Frankenland Begann er mich mit Ungestüm zu lieben, Und diese Liebe, die ein Echo fand, Ist in der Einsamkeit mein Trost geblieben. Im öden Alltagseinerlei vergraben, Ist sie mir not, die rein ist und erhaben.

Und weiter:.

... so süss ist's doch zu streifen

Im Mondschein unter säuselnden Myrtenbäumen... Und dann auf grünen, glatten Wogen träumen, Wenn die bekränzte Gondel in der Flut Am Tage Blüten, abends Fackeln spiegelt, Wenn meine Laute mir im Arme ruht Und Lieder, die die Lippe spricht, beflügelt. In diesen weiten Hallen leb' ich ganz Wehmütgen Träumen, die mir teuer sind; Sie öffnen mir ihr wolkig Labyrinth, Und ich entschweb' in leichtem Wirbeltanz Der Wirklichkeit. Dort, wo Vernunft und Wille thronen, Warcd's still sie schlummern ein beim monotonen, Ja monotonen Murmeln der Fontänen...

Dass Kaiser Manuel solche Empfindungen nie verstehen, wird, das lässt ihn Melissinden gerade als den geeigneten Gatten erscheinen: um so ungestörter können ihre Gedanken bei dem Traumgeliebten weilen, dem sie die edelsten, zartesten Re- gungen ihres Herzens, verdankt. Die stolzen, weissen, keuschen