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Unwandelbar im Kerne
Fortleuchtet wie die Sterne:
So liebe ich die ferne Prinzesse!
Denn göttlich ist's, zu knieen Vor ihr im Traum, zu glühen In holden Phantasien.
Drum lerne: Hell in des Traumes Esse
Erglüht des Lebens Blässe. Ich liebe die Prinzesse, Die ferne!“
Noch zittern verballend die schwachen Töne ina der Luft, schon glaubt der Sänger den letzten Augenblick gekommen— da schallt es laut und jubelnd aus dem Tauwerk herab:„Land!“ Und„Land!“ pflanzt es von Mund zu Mund sich fort. Ja, Land, dort liegt es!„Die Küste streckt sich wie ein Löwenfell!“— Lange weisse Mauern erscheinen, von schlanken Büschen über- ragt:'s ist Tripolis, das jetzt in der aufgehenden Sonne zart erglüht„so glüh'n Flamingoschwingen!“— Grenzenlos ist die Freude; Joffroy aber sinkt mit dem Namen der Geliebten auf den Lippen ohnmächtig in Bertrands Arme.
Die Freude ist verfrüht. Man kann nicht an Land.„Jedes Riff wird zum Verhängnis unserm kleinen Schiff!“ erklärt der Patron. Man muss Feluken abwarten, die wohl bald kommen. Von solcher Vorsicht will weder Bertrand etwas wissen noch Joffroy, sobald er die Augen wieder aufschlagt. Mit dem ganzen Eigensinn der Kranken drängt er an Land und weicht erst der bestimmten Erklärung des Arztes, dass er die Landung nicht überleben werde. Was ist zu tun?— Bertrand findet den Ausweg:
„.... ich flieg' und führe sie dir zu! Unmenschlich wär's, wenn fern sie bliebe!
Getrost! Eh sich der Tag neigt, schauest du
Ihr Antlitz— und ich bin der Dolmetsch deiner Liebe!
So wird Bertrand zu Joffroys Liebesboten. Damit er ein würdiger Gesandter sei, giebt ihm der Prinz seine kostbaren


