Aufsatz 
Rostands Princesse Lointaine als Schullektüre
Entstehung
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Ihr schauet sie! klingt es ihm da zuversichtlich aus den Reihen der Matrosen entgegen. Und innig dankbar nimmt Rudel es auf. Ein freundlich Wort, ein wehmütig-liebenswürdiges Lächeln hat er für jeden. Es liegt wie Verklärung, wie etwas Weltentrücktes, Unirdisches in seinem Wesen. Wir begreifen, warum alle seine Begleiter diesem Sterbenden anhangen. Freilich, all ihre Treu und Liebe kann die Schauer der Todesahnung nicht bannen. Er fühlt sein Ende nahen: aber auch der Tod darf ihn nur finden, singend und sagend von der geliebten fernen Prinzesse. Was aber wird er ihr singen?

Was sinn' ich zögernd? Weiss ich wehmutvoll Nicht, was ich ihr zum Abschied sagen soll? O, erstes Liebeslied, das ihr erklang,

Sei meiner Liebe Schwanensang!

Er begleitet sich auf der Harfe zu folgenden Strophen:

Wer Haare, goldbesonnte,

Wer braune Frau'n und blonde

Im Herzen tragen konnte, Ermesse:

Ihm leuchteten die Sterne

Gar nah, gar hold, gar gerne

Ich aber lieb die ferne Prinzesse!

Ihm wird gar leicht die Treue: Er küsst ja stets getreue Die Schleppe ihr aufs neue

So gerne! Er küsse und er pressc Die Hand, die sie vergesse... Ich liebe die Prinzesse,

Die ferne!

Denn das ist höchste Liebe,

Die, wenn versagt ihr bliebe

Auch das geringste trübe Intresse,