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O wenn nur jeder des bewusst sich bliebe:
Was einzig not tut, ist ein Herz voll Liebe!
Der Kleinlichkeit des Hofs, den eitlen Liebeswonnen, Dem Wortgeplänkel ist der Prinz entronnen.
— Dient Euch solch edle Leidenschaft zum Spott?
O nein, die wahre Liebe wirkt für Gott!“
Und dass es so ist, das beweist die Schiffsmannschaft. Räuber, Korsaren sind's gewesen, die der Prinz gedungen. Und wie sind sie verwandelt? „... die frühren Räuber schauen
Auf die Prinzess mit kindlichem Vertrauen.
Da jeder sie wie seine Herrin ehrt,
Scheint, wo sie atmet, alles ihm verklärt,
Und jeder wünscht, dass sie der Prinz erreiche,
Die Ferne, Hohe, die Geheimnisreiche;
Denn es entzückt das Grosse den Geringen,
Er fühlt, was poesievoll in den Dingen.
Der Torheit edler Sinn, den niemand fand,
Ist sonnenklar dem kindlichen Verstand.
Hochherz'ge Taten, wahrlich, sind uns not! Und sind wir mehr nicht wie die Argonauten? Ein lyrisches Epos scheint mir unser Boot, Das liedbeschwingt, umrauscht von Minnelauten, Bemannt mit Räubern, die ein Lied geheilt, Der fremden schönen Frau entgegeneilt, Nur dass der Held, verfallen schon der Erde, Für Augenblicke schaut die Heissbegehrte. — Ein Laster giebt's, die Trägheit, Freund Erasmus, Und eine Tugend.... Erasmus: Nun? Bruder Trophime: Den Enthusiasmus!“ Wäaͤhrend er sich dem Hintergrund zuwendet, meint der halb und halb überzeugte Erasmus kopfschüttelnd: „Hm, ja!— Ein Mönch, wie selten einer wächst... — Man exkommuniziert ihn wohl demnächst!“— Der Arzt wird von Bertrand zu seinem Kranken gerufen. Dem Freund, der so treu bisher des Prinzen Schlummer bewacht


