— 15—
richt von Wichtigkeit sind: Dampfmaschine, Turbine, Motor, Kraftwagen, Kriegsschiffe aller Art, Flugmaschinen, Luft- schiffe usw. usw. Die Wirkung der Bomben, die unsere Zeppeline den„braven“ Engländern so gefürchtet machen, führt zur Chemie, welche die Natur und die Zusammen- setzung der Explosivstoffe lehrt. Doch es sei genug an Beispielen aus dem Gebiete der Mathematik und der Natur- wissenschaften, besonders da W. Lietzmann erst vor kurzem in der Zeitschrift für math. und naturw. Unter-— richt und A. Witting im„Tag“ eine eingehende Betrach- tung darüber veröôffentlicht haben.
Die Erkenntnis der Naturkräfte und ihrer Wirkung ist ja ein ganz besonderes Hilfsmittel in diesem furcht- baren Morden geworden; nicht nur auf, sondern auch unter der Erde, auf und unter dem Wasser wie in der Luft wird um die Palme des Sieges gerungen. Darum verlangt auch C. Weihe in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure vom September vorigen Jahres eine„Technische Erziehung“, das Wort technisch im weitesten Sinne gebraucht. Unter Berufung auf Rousseau, Schopenhauer u. a. betont er die Notwendigkeit der Pflege des anschaulichen Denkens neben dem begrifflichen.
Wenn je, so ist jetzt die Gleichwertigkeit der reali- stischen Anstalten mit den gymnasialen glänzend erwiesen. Man wird es nicht einen öden Nützlichkeitsstandpunkt schelten dürfen, wenn man verlangt, daß die Fächer auf den hõheren Lehranstalten eingehend betrieben werden müssen, welche zum Schutze unseres Vaterlandes in so hohem Matze beitragen können. Ja, hier muß auch das Gymnasium den gebieterischen Anforderungen unserer und noch mehr der zukünftigen Zeit Räum schaffen. Schon bei den ethischen Fächern glauben wir eine größere Stundenzahl in Anspruch nehmen zu müssen, ebenso not- wendig ist es aber auch für die Naturwissenschaften.
Wie das Gymnasium diesem Verlangen Rechnung tragen kann und mutß, habe ich hier nicht zu erörtern.


