Aufsatz 
Lehren des Weltkrieges für die höheren Lehranstalten / von Karl Knabe
Entstehung
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kunde auch in den Schulen! Denn daß wir auch im Unterricht diese Richtlinien zu beobachten haben und zwar auch nach glücklicher Beendigung des Kriegs, liegt auf der Hand. ÜUnsere geographische Lage, so ahnlich hat sich Bismarck einmal geâußert, zwingt uns dazu, nicht in Trägheit oder Versumpfung zu geraten. Um den schwer erkämpften Frieden zu wahren, müssen wir das ganze Volk, also vor allem die Jugend, wehrhaft machen. Si vis pacem, para bellum! ruft uns ein alter Römer zu, und Theodore Roose velt hat sehr wahr gesagt: Wenn wir Insulte verhindern wollen, müssen wir imstande sein, sie zurückzuweisen. Wenn wir den Frieden wollen, muß es bekannt sein, daß wir zu jeder Zeit zum Kriege fertig sind.

Von welcher Wichtigkeit das Entfernungsschaàtzen ist, leuchtet ohne Weiteres ein. Hier kann im mathematischen Unterricht gut vorgearbeitet werden, indem bei der Ahn- lichkeitslehre und bei trigonometrischen UÜbungen einschlägige Aufgaben durchgenommen werden. Hierzu wird man dann die jetzt soviel gebrauchten optischen Apparate wie Feld- stecher, Scherenfernrohr, Periskop usw. heranziehen müssen. Bei Winkelmessungen und-schätzungen wird der Sextant gute Dienste tun. Auch die Beobachtung des Barometers sowohl zu Hôhenmessungen wie zur Wettervoraussage muß gut eingeübt sein, ferner zählen die Richtlinien auf: Handhnabung des Fernsprechers und genaue Kenntnis der Morseschrift, die auch beim Heliostaten und im Winkerdienst Verwendung findet. Die Physik leistet aber auch besonders für die Schießlehre gute Dienste, indem zunâchst die Visiereinrichtungen genau erörtert werden können. Dann wird besonders die Lehre vom Fall eine große Rolle spielen, indem dargelegt wird, wie die Bahn eines Geschosses von der Anfangsgeschwindigkeit, seiner Form, den Zügen in dem Laufe und dem Widerstand der Luft abhängig ist. Weiter seien nur einige Namen von Gegenständen und Maschinen genannt, die in diesem Unter-