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erfahren, sondern damit wir auch von der vielfach ver-— breiteten Anschauung abkommen, als ob die anderen Welt- mächte ebenfalls wie Deutschland ein einheitlicher Volks- stamm wären, während sie doch ein z. T. buntes Gemisch der verschiedenartigsten Volksstämme umfassen; erst dann werden manche Fragen unserer inneren Politik richtig ver- standen werden. Das deutsche Reich ist nicht ein Staat wie viele andere, sondern eine eigne Nation, der geringe Teile andrer Nationalitäten in einigen Grenzgebieten bei- gemischt sind. In dieser Hinsicht nützt die Geographie der geschichtlichen Betrachtung. Welche innigen Berührungs- punkte sie aber mit den Naturwissenschaften besitzt, lehrt uns besonders auch der jetzige Krieg.
Es ist, wie unser Kaiser gesagt haben soll, im Westen und z. T. auch im Osten ein Maulwurfskrieg. Für jeden, der die Gestaltung und Schichtung unserer Erdoberfläche zu betrachten gelernt hat, ist es doch wesentlich leichter, hier Fortschritte zu erzielen, als für den diesen Dingen ahnungslos gegenüberstehenden Menschen. Von welcher Bedeutung die praktische Erdkunde für den Soldaten ist, lehren schon die„Richtlinien für die militärische Vorbildung der älteren Jahrgänge der Jugendabteilungen während des Kriegszustandes“. Wir finden darin folgende Vorschriften: Einfache Lehre vom Gelände, seine Bedeutung und seine Benutzung für den Kampf mit kurzer Angabe über die heutige Waffenwirkung verbunden und Gelandebeschrei- bungen mit Angabe auch der kleinsten Gegenstände als Vorbereitung zum TZielerkennen, ferner auch Spurenlehre, d. h. Ziehen richtiger Schlüsse aus den im Gelânde ge— machten Beobachtungen, dann genaues Zurechtweisen anderer im Gelände, weiter Benutzung des Gelândes als Deckung und zur Annâherung an den Feind und endlich Benutzung der Karte.
Welche Fülle von Aufgaben ergibt sich aus diesen Vorschriften für den Unterricht in der Erd- und Natur-


