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lichkeit bei uns Deutschen zu einer gemeinsamen, unser Schaffen beherrschenden und unsere Geschichte durch- waltenden Macht geworden ist, mehr als bei irgend welchem anderen Volke. In diesem Sinne dürfen wir sagen, daß wir die Schule der Menschheit bilden, und daß die Ver-— nichtung der wahren deutschen Art die Weltgeschichte ihres tiefsten Sinnes berauben würde. Die ganze deutsche Kultur vor dem Untergange zu retten, das ist das große Ziel des Weltkrieges. Wir müssen danach streben, daß das schöne Wort Emanuel Geibels zur Wahrheit werde:„Und es mag am deutschen Wesen Einmal noch die Welt genesen!“
Also Eintracht, Selbstachtung, Wahrheitsliebe, das sind die drei großen Eckpfeiler, auf welche wir die weitere Entwicklung unseres Vaterlandes aufbauen müssen.
Eine solche Vertiefung des deutschen Volksgeistes muß auf den hõôheren Schulen noch mehr als bisher ange-— bahnt werden. Diese haben das Ziel, starke und lebens- frohe Persönlichkeiten zu erziehen, die in treuer Hingabe an den Beruf und an das YVaterland ihre Aufgabe finden. Nach dem Kampfe, der uns das neue deutsche Reich gebracht hat, wurde vielfach der Ruf laut, daß die Jugenderziehung künftig in höherem Matze als bisher national werden müßzte. Auch unser Kaiser hat öfter diese Forderung aufgestellt. Es muß Ernst damit gemacht werden, daß das Deutsche der Mittelpunkt unsrer höheren Jugendbildung sein soöll. Seine Aufgaben sind so reichlich und mannigfaltig, daß die ihm zu- gewiesenen Stundenzahlen nicht ausreichen. Gerade zur richtigen Zeit hat sich ein deutscher Germanisten-Verband gegründet, der am 29. September 1913 in Marburg seine erste Tagung gehalten hat. Unser Volkstum muß in seiner geschicht- lichen Entwicklung dem heranwachsenden Geschlecht nahe gebracht werden, die Schätze unserer Literatur von den ältesten Zeiten an bis zur Gegenwart müssen der Jugend in zahlreichen Stücken vertraut werden und zwar nicht nur die poetischen, sondern auch Prosawerke schngeistigen


