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das munimentum Traiani, das Julianus später wieder erbaute, ohne dass man genau weiss, wo es gestanden u. s. w. Als Traian nach Rom ging, scheint Hadrianus am Rhein geblieben zu sein.
Um diese Zeit kam die leg. XIIII G. M. V. nach Pannonien und statt ihr rückte die legio 1 adjutrix neben die XXII. in Mainz ein.
23. Wie schon oben erwähnt, weiss man von nun an wenig mehr von den Statthaltern der beiden Germanien 13²2). Während der Regierungen von Traianus(98— 117) und Hadrianus(117— 138) herrschte am Rhein Ruhe und Friede und beide Kaiser benutzten sie, um die römische Grenze zu schirmen. Wie Traianus jenseits des Rheins Städte und Dörfer wiedererbaute, so schützte Hadrianus diese, indem er eine starke fortlaufende Befestigung von der Donau bis an den Rhein errichtete, den pekannten limes transrhenanus, von dem einzelne Theile wohl schon früher entstanden sein mögen (wie in Oberhessen), jetzt aber wurde das römische Grenzland vollständig von Deutschland abge- schlossen. Weil von Hadrianus gesagt wird, dass er überall Festungen, Castelle, Thürme u. a. m. baute 133), so meinen Fuchs und Lehne, dass er oberhalb Mainz bei Weisenau und unterhalb am Hauptstein ein castellum, das sie superius und inferius nennen, errichtet habe. Wenn auch vor mehr als 300 Jahren an jenen Orten, namentlich bei Weisenau, starke Mauern ausgegraben wur⸗ den, so werden diese Bauten doch ganz willkürlich dem Kaiser Hadrianus zugeschrieben 1³4).
Auf seinen Reisen, welche Hadrianus vielfach durch das ganze weite Reich machte, war er ohne Zweifel auch manchmal am Rhein; wie es scheint, einmal im Winter, indem von ihm erzühlt wird, dass er immer barhaupt reiste und nicht einmal wegen des keltischen Schnee's sein Haupt bedeckte. Nach den Münzen wird er in seinem III. Consulate(122) in Germanien gewesen sein.
Die Lücken in unserer Geschichte werden nun immer grösser. Aber wo die Menschen schwei- gen, reden die Steine. Und so gibt es von nun in Mainz und am Rheine manche Steine mit Jahreszahlen, die ich wiederum aus Mangel an Raum nicht wörtlich mittheilen, sondern nur kurz erwähnen kann.
24. Die älteste ara mit sicherer Jahrbestimmung dahier ist der Juno und dem genius loci von einem beneficiarius des Legaten(d. h. einem Begünstigten des Commandanten, dessen Name nicht beigefügt ist) im Jahre 138 am 23. Juli gesetzt 135).
Ein Meilenstein zwischen Muinz und Trier fällt in das Jahr 139 136).
Während der Regierung von Antoninus Pius(138— 161) war Gaius Popilius Carus Pedo 1³⁷) Legat in Obergermanien(c. 140). Aus dieser Zeit wissen wir weiter nichts, als dass die Ger- manen besiegt wurden(vielleicht nicht einmal die am Rheine).
Lucius Dasumius Tullius Tuscus, Quaestor unter Antoninus Pius, war später in Oberger- manien Statthalter 1³s); nähere Zeit kann nicht bestimmt werden.
Bald hielt der Pfahlgraben die Deutschen nicht mehr zurück; namentlich scheint der Ober- rhein von ihnen vielfach angegriffen worden zu sein. Zuerst hören wir von einem bedeutenden Einfall der Chatten im zweiten Jahre der Regierung des Marcus Antoninus Philosophus(161—180);
132) Fuchs, II. S. 227, meint, dass Avidius Severus um das Jahr 102 in Obergermanien commandirte, was aber nicht bewiesen werden kann.
133) Auch Städte erbaute Hadrian, so Heddernheim bei Frankfurt.
134) Lehne, 121, setzt ein sehr verstümmeltes Fragment von hier in das Jahr 115; dieses wäre die älteste Inschrift mit fester Jahresangabe.
135) Nicht mehr vorhanden. L. 51; Br. 1059. Ausser der tabula hon. miss. in Wiesbaden vom J. 116 gibt es keine Inschrift in Obergermanien mit älterer Zeitangabe; doch ist auch die obige nicht ausser Zweifel.
136) Fuchs, II. S. 314, gibt den Fundort nicht an; er stand vielleicht bei Niederingelheim, L. 123; Rhein. Museum XV. S. 491; Br. de col. mill. p. XIX.
137) Nach einer Inschrift in Tivoli. Gr. 457, 6; Hena. 6501.
138) Nach einer Inschrift in Tarquinii Henaen, 6051. Kellerm., vigil. 259.
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