in der Mitte mit einem einfachen Charnier. Zur Unterstützung der überklappbaren Hälfte sind an den drei Wangen Konsolen angebracht, welche sich gleichfalls in Charnieren bewegen, so dass sie beim Zusammenklappen der Tischplatte nach innen zurückgeschlagen werden, somit unter der oberen Hälfte der Platte verschwinden und beim Heraustreten der Schüler nicht hindern. Auf der oberen Kante der Konsolen befindet sich ein abgerundeter Dorn, welcher heim Aufschlagen der Klappe genau in die Oeffnung einer kleinen in die untere Fläche des beweglichen Theils der Tischplatte eingelassenen Metallplatte passt, so dass Platte und Konsole fest mit einander verbunden sind. In dieser Lage lässt die ganze Tischplatte eine Zweitheilung kaum noch erkennen, sondern erscheint als im Ganzen geneigt, und es ist eine Minusdistanz hergestellt. In dem oberen Theile der Tischplatte ist im Abstand von 2 cm von dem oberen Rande eine 7,5 cm breite und 1 cm tiefe Rinne hergestellt, in welche die Tintengläser, für jeden Schüler eines, so eingelassen sind, dass der Rand mit der Grundfläche der Rinne abschneidet. Diese Rinne dient zugleich dazu, die Lineale und Schreibutensilien der Schüler aufzunehmen. Sobald geschrieben werden soll, werden auf das Kommando:„Klappe auf,— eins“ die Konsolen vorbewegt, auf„zwei“ die Klappe nach vorn aufge- schlagen, und den Schülern sind nun zugleich die Schreibmaterialien zugänglich gemacht; soll nicht mehr geschrieben werden, so wird auf das Kommando:„Klappe zu,— eins“ die Tischplatte, auf„zwei“ die Konsole zurückgeschlagen; es ist eine bequeme Plus-Distanz hergestellt, zugleich aber auch den Schülern das Schreiben und das Spielen mit den Schreibmaterialien unmöglich gemacht, und die Tintenfässer sind gegen das Eindringen von Staub geschützt. Die ganze Einrichtung ist sehr einfach, einfacher noch, als sie in der Beschreibung erscheint. Die Bücherbretter sind unter der Tischplatte angebracht, ein wenig nach vorn geneigt, um das Herausfallen der Bücher nach der Bank zu ver- hüten. Auf der Vorderseite ist das Pult offen, um die Kontrole zu erleichtern; oberhalb des Bücher- brettes befindet sich in der Höhe des Kreuzbeins der davorsitzenden Schüler eine abgerundete Leiste, welche für diese als Kreuzlehne dienen kann, falls man nicht, wie es hier der Fall ist, vorzieht an jeder Bank eine besondere Lehne anzubringen, zugleich aber auch das Herausgleiten der Bücher nach vorn verhindert. Die Fussbretter sind in Leistenform und stellen ein ganzes Podium dar, So dass die Schüler einmal vor der Berührung mit dem zuweilen ohne nachweisbare Ursachen kalten, an Regentagen auch wohl feuchten Fussboden geschützt, ihre Stiefelsohlen auf trocken gehaltene Fussbretter bringen können, anderseits aber der Schmutz von den Stiefeln der Schüler hindurch und auf den eigentlichen Zimmerboden fällt, also wenn er getrocknet ist, nicht aufgeregt werden und so den Lungen der Schüler schädlich werden kann. Da die Subsellien mit Rücksicht auf den Lehrer
und aus dsthetischen Gründen eine möglichst gleiche Höhe haben müssen. so ist der Abstand der
Fussleisten vom Fussboden variabel. Das Sitzbrett ist geschweift; jede Bank hat ihre besondere Lehne, welche aus zwei abgerundeten Leisten besteht, deren untere das Kreuzbein stützt, während die obere unterhalb der Schulterblätter abschneidet; dieselben sind an schmiedeeisernen Stäben fest- geschraubt, welche mittels einer einfachen Schiebevorrichtung an den Bänken befestigt sind. Sitzbrett und Lehne bilden ein ziemlich genaues Negativ der Formen des sitzenden Menschen. Die Subsellien sind dauerhaft und fest aus gutem Tannenholz, die Schwellen aus Eichenholz angefertigt und eichen- farbig gestrichen, mit Ausnahme der Tischplatten, welche einen schwarzen Anstrich erhalten haben. Es sind im Ganzen neun Modelle angefertigt; als untere Grenze ist eine Schülergrösse von 1,03 m, als obere 1,63— 1,80 m angenommen. Die Differenz in den Grössen der Schüler, für welche
eine bestimmte Subselliennummer konstruirt ist, beträgt für die kleinsten Schüler 4 cm und steigt bis 12 cm. 3


