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berga, Arezgrefte, Walehinhoug, Burgunthart, Eicheneshart, Hildegeresbrunno, Mosa- hart, Lintbrunno, Crawinberk, Albuvinessneita, Mauresberk, Gamenesbach, Igelesbach, Rennolfessol usque in UIvena, que influit in Necchar, ab Ulvena usque ad Franconodal, ad petram in Kasenowa, ad petram ad Hirselanden, Loubwisa, Marclacha, Musa, Aganrod.
Infra hos limites juxta decursum fluvii Wisgoz, qui ex duobus fontibus scatet secus duos viculos videlicet Manoldescella et Richgisesbura, site sunt he ville: Furte, Rintbach, Morlenbach, Birkenowa, Winenheim, Hemmingisbach, Lutenbach, Hephenheim, Besinsheim, Urbach, Lauresham, Bisestat.
Huic determinationi hii testes interfuerunt:
De Lobodengowe: Dietbreht, Erpolt, Engilbreht, Leitrad, Isenbreht, Regin- breht, Hertrinc, Hadebreht, Buobo, Erkenbreht. Nanthoch, Helmbreht. De Wingartteiba: Adelbodo, Snelhart, Waldrich, Bodololf, Albrich, Dragebodo, Gebehart, Moor. De Moynicgowe et Rinecgowe: Rupertus comes, Gerhart, Wolfhart, Rado, Lambodo, Tieto, Ruogger, Wacher, Beinung, Duodo, Hereman, Hererat, Regenher, German, Wachmunt, Rudolf, Uogo.
Vorstehende Urkunden sind im codex Laureshamensis niedergelegt, einem Werke, das ein Mönch von Lorsch im 12. Jahrhundert aus den bedeutsamsten Diplomen und Urkunden zu einer Chronik seines Klosters verarbeitet hat. Bei dieser Redaktion wurden nicht selten alte Namensformen modernisiert oder solche, die in- folge der vielfachen Erneuerungen alter Diplome allmählich verjüngt waren, auf- genommen. Auch unliebsame Kürzungen oder aufdringliche Zusätze und Erweite- rungen, die spätere Verhältnisse auf frühere übertrugen, sind dabei mit unterlaufen. Doch darf deshalb der Chronik im grossen und ganzen die Glaubwürdigkeit nicht versagt werden.
Ein echtes Schriftstück ist jedenfalls die Schenkungsurkunde selbst. Sie ist ganz in dem Kanzleistil der Zeit gehalten, mit Tag und Datum sowie dem Orte des Erlasses versehen und durch eigenhändige Unterschrift und das königliche Siegel (Bulle) Karls d. Gr. beglaubigt. Sie wurde am 20. Januar 773 auf dem Palatium Longolare, d. h. Glare im Ardennerwalde, wo viel Königsgut lag, erlassen.
Diese traditio bestimmte nur im allgemeinen, dass die villa Heppenheim cum omni merito et soliditate(mit allen Gerechtsamen und ihrem ganzen Umfange) oder cum omni integritate et appenditiis(mit ihrem ganzen und ungeschmälerten Zubehör) dem Kloster Lorsch sub emunitatis nomine d. h. dem Privileg der Immunität ge- schenkt werden soll.
Es musste daher der Umfang dieser Gerechtsame durch scharfe Grenzabsetzung festgestellt werden. Mit dieser Aufgabe(vesticio, terminatio) wurde zufolge be- sonderen Auftrags als Regierungskommissär(domini regis missus) ein technisch ge- bildeter Beꝛamter namens Rado betraut, der nunmehr als Markscheider(dux) mit seinen Streckenkommissären(praefecti) und ihren Gehilfen(forestarii, confiniales) das gewaltige Gebiet vermass und abgrenzte. Das Verfahren hierbei ist die bekannte salisch-fränkische terminatio. Das Ergebnis dieser Limesabsetzung bildet den ersten


