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tendſten die Evection, Variation, die jährliche Gleichung, das Verrücken des Perigäums(Erdnähe) und das Rückwärtsgehen der Knoten ¹) ſind. Dieſe Störungen finden gleichzeitig Statt, und mit großem Scharfſinn muß die Sichtung der weſentlichen von den unweſentlichen Coäfficienten vorgenommen werden. Von den kleineren Störungen iſt noch die parallactiſche Gleichung ²) anzuführen, weil ſie nach genauerer Ermittelung ebenfalls dazu dienen kann, die Parallaxre und Entfernung der Sonne zu be⸗ ſtimmen. Trotz dieſer Schwierigkeiten waren die Erſcheinungen des Mondes Gegenſtand der Beobach⸗ tung ſeit den älteſten Zeiten, und die Rückwärtsrechnung ſtimmt mit den Angaben der Alten ſo ſchön überein, daß der Hiſtoriker ſich auf keinem andern Wege ſicherer durch das Dunkel der älteſten menſch⸗ lichen Ueberlieferungen hindurcharbeitet.
Die wahre(ſideriſche) Umlaufszeit ³) beträgt 274 7⁴ 43* 11,“5.
Die tropiſche 274 75 43/ 4,77.
Der mittlere ſynodiſche Umlauf 29d 12b 44˙ 2,“9.
3. Maſſe, Dichtigkeit ic. Die Maſſe des Mondes iſt nach den neueſten Berechnungen von Peters und Schidloffsky ĩ1 der Maſſe der Erde, welche den Mond an körperlichem Inhalte 49,6mal übertrifft. Auch Lindenau's Beobachtungen des Polarſterns ergaben ein ziemlich überein⸗ ſtimmendes Reſultat. Als mittlere Dichtigkeit ergibt ſich hieraus für den Mond etwa die dreifache des Waſſers, das wieder nach Baily den 5,68. Theil der mittleren Erddichte enthält. Die Schwere auf dem Monde beträgt den ſechſten Theil der Erdſchwere; der Fall der Körper iſt daher in der erſten Secunde auf dem Monde 2,52 Fuß und 100 Pfund auf der Erde würden auf dem Monde nicht mehr als 18 Pfund wiegen; das Secundenpendel braucht nur eine Länge von 6 Zoll zu haben.— Die Neigung der Mondbahn, welche ebenfalls veränderlich iſt, beträgt 50 8“ 49“. Schließlich haben wir noch mitzutheilen, daß von der mittleren Entfernung des Mondes von der Erde 51803 Meilen nach zahlreichen in neueſter Zeit auf der Sternwarte Greenwich angeſtellten Beobachtungen 40 Meilen ab⸗ zuziehen wären.
4. Mondatmosphäre. Beſſel hat alle Fälle, welche für eine Mondatmosphäre angeführt werden können, in Rechnung gezogen und durch den ſchärfſten Calcul gefunden, daß ſie an der Oberfläche des
Rondes weniger als den 100ten Theil der Dichte unſerer Luft betragen müßte. Dieſe geringe Dichte würde einen auch durch die feinſte Luftpumpe ſchwerlich zu erzielenden Barometerſtand von nahe 1 Linie geben. Wir machen daher mit großer Zuverläſſigkeit den Schluß, daß der Mond keine Luft, folglich kein Waſſer und kein Feuer hat. Mögliche Mondbewohner müſſen alſo ganz anderer Beſchaffenheit als die Menſchen ſein. Uebrigens halfen ſich die Freunde der Seleniten leicht aus dieſer Verlegenheit; ihrer Phantaſie war es ein Kleines, jene auf die uns ewig abgewandte Seite des Mondes zu ver⸗ ſeten, wo Ihrer milde Winde, lachende Fluren, rieſelnde Quellen ꝛc. warten.
eine Merſsgeruſg und Beſchleunigung ſeines Laufes in der Mitte dieſer 4 Stellungen wahrgenommen(Variation); auch muß im Winter zur Zeit des Perihel’s der Einfluß der Sonne eine Verzögerung des Mondlaufs bewirken(jährliche Gleichung) ꝛc. 1) Knoten heißen die Punkte, in welchen eine Bahn die Ebene einer andern ſchneidet. 2) Alle erwähnten Ungleichheiten ſind von der Entfernung der Sonne und ihrer Maſſe gleichzeitig abhängig, denn das Product dieſer Factoren bewirkt jene Störungen. Die parallactiſche Gleichung hängt allein von der mittleren Sonnenferne ab. 3) Im Allgemeinen iſt die Zeit, in welcher ein Körper zu demſelben Orte, von der Sonne aus betrachtet, zurück⸗ kehrt, ſein ſideriſcher oder periodiſcher Umlauf. Die Zeit aber, in welcher er zu derſelben Stelle gegen Erde und Sonne zurückkehrt, iſt der ſynodiſche Umlauf. Der tropiſche Umlauf iſt die Zeit, welche die Wiederkehr der Jahreszeiten beſtimmt.


