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legung nicht umfassend genug im Auge behalten habe. Ich kann daher nur das Wenige, was ich in meinen Notizen vom Sommer 1875 niederlegte, zur Begründung meines Zweifels hier folgen lassen.— In die Augen fallende Verschiedenheiten im äusseren Körperbau der einzelnen Thiere von jeder Art, also etwaige Unterscheidungsmerkmale zwischen Männchen und Weibchen habe ich auch nicht wahrgenommen, eben so wenig eine Begattung, wohl aber eine Verschiedenheit in der Körperform während der Zeugungszeit und nach dem Absterben der Thiere.— Zur Feststellung des Umstandes, dass nicht nur die ungeflügelte Altmutter, sondern auch die geflü- gelten Thiere lebendige Jungen zur Welt bringen, brachte ich anfänglich eine grössere Anzahl derselben gleich, nachdem sie die Galle verlassen, zusammen in ein Glas, oder ich legte schon geöffnete Gallen in ein solches. Neben den erzyugten ungeflügelten Jungen sah ich dann nach einigen Tagen die Mehrzahl der geflügelten Thiere mit eingeschrumpftem Hinterleib, die andern dagegen aber vollständig unverändert im Glase umherschreiten. Dann sonderte ich je zwei und zwei und zuletzt je eins allein in besondere Gläschen ab. Bei den paarweise eingesperrten hatten später in einigen Glüschen beide Thiere Junge und eingeschrumpfte Hinterleiber, in anderen war dies nur bei einem der Fall oder auch beide waren unverändert geblieben; und von den einzeln abgesonderten hatte die Mehrzahl eingeschrumpfte Hinterleiber und Junge um sich her- laufen, die andern waren dagegen unverändert, hatten auch keine Jungen.— Alle diejenigen Thiere, deren Hinterleib, so lange sie lebten, nicht eingeschrumpft war, behielten auch nach dem Absterben diese Form bei. Sollten diese nicht Männchen sein?— Wenn alle Insassen einer Galle befähigt wären, Junge zu gebären wie liese sich dann die Erscheinung erklären, dass dies von einer An- zahl derselben nachher doch nicht geschieht? Bei der Stammmutter und deren gebärenden Töch- tern schrumpft in Folge der Zeugung von Jungen der IHIterleib nach und nach fast ganz ein, warum bleibt derselbe bei andern geflügelten Thieren, wenn sie dieselbe Anlage hätten, unver- ändert? Nimmt man an, dass die etwaigen Embryonen in denselben nicht zur vollständigen Aus- bildung gekommen seien, so müsste dann doch nach dem Tode derselben eine auffälligere Ver- änderung des Hinterleibs wahrzunehmen sein, als das blose Kleinerwerden des ganzen zarten und
weichen Körpers.— Wenn meine Vermuthung, dass auch männliche Thiere vorhanden sind, rich- tig sein sollte— was nur durch genaue Untersuchung des frischen Körpers selbst festgestellt werden kann— dann findet die Befruchtung wührend der Zeit statt, in welcher die geflügel-
ten Thiere noch in der Galle beisammen sind, nicht etwa nachdem sie die Galle verlassen haben. Hierfür spricht folgende Beobachtung: Am 9. Juli brachte ich einen Zweig mit einer Galle von Schisoneura lanuginosa in ein Glas mit Wasser, um dieselbe frisch zu erhalten und das Ausfliegen der Thiere länger zu beobachten. An der Galle hatten sich an einer Wölbung derselben die Risse zu einer Oeffnung erweitert, aus welcher ich nicht lange nachher geflügelte Thiere heraus- kommen sah. Am anderen Morgen bemerkte ich, dass mehrere Thiere beim Verlassen der Galle in's Wasser gefallen waren. Drei derselben hatten auch hier ihre gelblichen, ungeflügelten Jun- gen, welche lebhaft um die Mutter herum ruderten, abgesetzt. Ihre Befruchtung musste mithin geraume Zeit vorher in der Galle stattgefunden haben. Die Zeit dazu ist auch gegeben, weil man früher schon, ehe die Galle sich öffnet, eine Menge geflügelter Thiere in derselben antrifft. Am 17. Juni zühlte ich in einer noch vollständig geschlossenen Galle von T. ulmi 28 geflügelte und 18 ungeflügelte Thiere. Die geflügelten hätten also noch so lange beisammen bleiben müssen, bis die Austrittsöffnung, wozu noch kein Anfang sichtbar war, gross genug geworden wäre.
Wo werden nun die ungeflügelten Jungen im Freien abgesetzt, und wo überwintern dieselben? Ratzeburg sagt über diesen Punkt bei Sch. lanuginosa:„Ueber den Aufenthalt der Blatt-
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