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[„transscendentalem“] Realismus nunmehr als„wirkliche Gegenstände auftreten, die sich auf meinen Sinn beziehen“, als wirkliche„Objekte ausser mir, die der gegebenen An- schauung korrespondieren“; als Gegenstände ausser uns,„von denen wir doch den ganzen Stoff zur Erkenntnis sogar unseres inneren Sinnes herhaben“; und es macht dann den Eindruck, als ob Kant das Dasein der Dinge an sich beweisen wolle, und nicht vielmehr die unmittelbare Gewissheit der Gegen- stände, auf die wir gewöhnlich unsere Erfahrung zurückführen, der scheinbar unabhängigen Gegenstände im Raume. ²
Kant wendet also zweierlei gegen den empirischen Idealis- mus ein: 1) vom Standpunkt des transscendentalen Idealismus: die Dinge im Raume sind, als im Raume befindlich, Vor- stellungen und deshalb unmittelbar gewiss; 2) vom Stand- punkt des transscendentalen Realismus: die Dinge im Raume ermöglichen die unmittelbar gewisse innere Erfahrung und sind deshalb selbst unmittelbar gewiss. Sind aber die räum- lichen Aussendinge unmittelbar gewiss, so ist der Zweifel des empirischen Idealismus an der Wirklichkeit der Aussen- welt nicht berechtigt.
Nun Kants Stellung zu dem dogmatischen Idealismus Berkeleys. Auch Berkeley macht den Raum mit allem, was er enthält, zu Vorstellungen in uns, und insofern muss sich
1 Kr. 313.
² So bedeutet auch die eigentümliche Anmerkung:„Die Vor- stellung von etwas Beharrlichem im Dasein ist nicht einerlei mit der beharrlichen Vorstellung“[Kr. 32], keinen Widerspruch. Sie soll ein weiteres Argument dafür sein, dass das Beharrliche— vom Standpunkt des naiven Realismus aus— ein von allen meinen Vorstellungen unter- schiedenes Ding im Raume sein muss. Wenn das Beharrliche nur Vor- stellung wäre, der nichts wirklich Beharrliches im Raume entspräche, so würde die Vorstellung von etwas Beharrlichem der Ausdruck für die Beharrlichkeit der betreffenden Vorstellung sein, d. h. jeden Wechsel in ihr ausschliessen. Nun ist aber die Vorstellung von etwas Beharr- lichem„wandelbar und wechselnd wie alle unsere Vorstellungen, selbst wie die Vorstellungen der Materie“; folglich kann sie nicht mit„be- harrlicher Vorstellung“ zusammenfallen und muss sich auf ein Beharr- liches beziehen, das wirklich ausser uns im Raume vorhanden ist. Anders K. Fischer, Gesch. d. n. Ph. V, 592/3.


