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den Nachweis, dass die sogenannte äussere Erfahrung in einem notwendigen Zusammenhang zu der unmittelbar gewissen inneren Erfahrung steht und deshalb ebenso unmittelbar gewiss ist wie diese selbst. Die letzte Art des Beweises stellt syllogistisch die unmittelbare Gewissheit der äusseren Erfahrung als Tatsache fest, ohne sich weiter um die Mög- lichkeit des Ergebnisses zu kümmern. Der empirische Idealis- mus wird widerlegt, aber nicht belehrt: der Paralogismus, der ihm zu Grunde liegt— Verwechslung des empirischen „Ausser mir“ mit dem intelligiblen—, bleibt unaufgeklärt. Dagegen hat dieser syllogistische Beweis den Vorzug, auch für den Erfahrungsbegriff des naiven Realismus verwendbar zu sein, also auch die„allgemeine Menschenvernunft“ zu befähigen, den Zweifel des empirischen Idealismus an der Wirklichkeit der Aussenwelt zurückzuweisen. Und in diesem Sinne ist die„Widerlegung des Idealismus“ aufzufassen: die Wirklichkeit der Gegenstände im Raume, die unmittelbare Gewissheit der äusseren Erfahrung wird von dem Standpunkte des naiven Realismus aus bewiesen ohne Bezugnahme auf die Kantische Erfahrungstheorie.
Dieser Umstand bedingt nun den scheinbaren Wider- spruch zu Kants sonstiger Lehre, den man in der„Wider- legung des Idealismus“ hat finden wollen. Zunächst: die an- scheinende Überlegenheit der äusseren Erfahrung gegen- über der innern, von der, wie Kuno Fischer mit Recht be- merkt,¹ nach Kantischem Lehrbegriff keine Rede sein dürfte. Ferner: Die„blosse Vorstellung“, die„Anschauung in mir“ ist vom Standpunkte des empirischen Idealisten etwas ganz anderes als vom Standpunkte Kants. Hier ist sie zwar auch Bewusstseinsinhalt, aber tatsächlich von aussen gegeben, dort blosse Einbildung, der nichts Wirkliches im Raume entspricht, auch wenn wir uns der Willkürlichkeit der Erdichtung nicht bewusst sind. Der Gegensatz zu der blossen Vorstellung des empirischen Idealismus bedingt dann den Hinweis auf die Realität äusserer Gegenstände, die entsprechend dem engen Zusammenhang von empirischem Idealismus und'naivem
¹ Gesch. d. n. Philos. V, 596.


