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heit der inneren Anschauung keineswegs begründet. Auch die äusseren Anschauungen, die körperlichen Gegenstände im Raume, sind nur Erscheinungen, also Vorstellungen und deshalb ebenso unbedingt gewiss wie die Vorstellungen des inneren Sinnes. Ich habe nicht nötig, sie zu erschliessen, sondern sie existieren eben so wohl, als ich selbst existiere, und zwar auf das unmittelbare Zeugnis meines Selbstbewusst- seins hin.¹
Anders freilich wäre es, wenn es sich nicht um die empirisch-äusseren Gegenstände, die Dinge im Raume, die Erscheinungen, handelte, sondern um die im intellektuellen Sinne ausser mir befindlichen Gegenstände, das transscen- dentale Objekt. Dann läge allerdings ein Schluss vor, 2 und es liesse sich mit Recht behaupten, die Existenz äusserer Dinge sci nicht unzweifelhaft sicher zu beweisen. Aber von diesen Gegenständen ist ja gar nicht die Rede, sondern von den Dingen im Raume, die ebenso wie der Raum selbst Vorstellungen in uns sind, und dadurch, dass wir sie auf etwas ausser uns beziehen müssen, nichts an unmittelbarer Gewissheit einbüssen.
Damit aber ist dem empirischen Idealismus noch nicht jeder Weg versperrt: man könnte sehr wohl für die äusseren Anschauungen dieselbe Unmittelbarkeit des Erkennens zuge- stehen wie für die inneren, auch einräumen, dass sie nicht auf willkürlicher Erdichtung beruhen, und doch behaupten, sie seien nicht mehr als ein Traum, wenn auch ein Traum von besonderer Deutlichkeit. Der Nachweis, dass die Aussen- dinge, die Dinge im Raume, nicht erschlossen, sondern un- mittelbar gewiss sind, bedarf also einer Ergänzung. Es muss irgend ein Kriterium gegeben werden, die Wirklichkeit vom Traume zu unterscheiden.„Der Unterschied zwischen Wahrheit und Traum wird nicht durch die Beschaffenheit der Vorstellungen, die auf Gegenstände bezogen werden, ausgemacht, denn die sind in beiden einerlei; sondern durch die Verknüpfung derselben nach Regeln.“³ Die Regel-
¹ Kr. 314.
2 Kr. 311/2. ² Pr. 69.


