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dacht, erkannt] werden kann(weil diese Begriffe immer sinnliche Formen erfordern, in denen sie einen Gegenstand bestimmen), wovon also völlig unbekannt ist, ob es in uns oder auch ausser uns anzutreffen sei, ob es mit der Sinnlichkeit zugleich aufgehoben werden, oder wenn wir jene wegnehmen, noch übrig bleiben würde. Wollen wir dieses Objekt Nou- menon nennen, darum weil die Vorstellung von ihm nicht sinnlich ist, so steht dieses uns frei. Da wir aber keine von unseren Verstandesbegriffen darauf anwenden können, so bleibt diese Vorstellung doch für uns leer und dient zu nichts, als die Grenzen unserer sinnlichen Erkenntnis zu bezeichnen und einen Raum übrig zu lassen, den wir weder durch mögliche Er- fahrung noch durch den reinen Verstand ausfüllen können.“¹1—
Die Frage nach der Herkunft der Empfindung ist also nur zu beantworten unter stetem Hinblick auf das Grund- problem der ganzen Kritik und seine Lösung.
Denn dieses enthält als die Frage, wie Mathematik und reine Naturwissenschaft möglich sind, die Voraussetzungen der Vernunftkritik: die UÜberzeugung von dem wirklichen Erkenntniswert synthetischer Urteile a priori aus jenen Wissens- gebieten und ferner das Vorhandensein einer äusseren Erfah- rung, in der sich die objektive Gültigkeit solcher Urteile jeder- zeit in concreto erweist.
Die Lösung des Problems besteht in der Erklärung, wie synthetische Urteile a priori und äussere Erfahrung zu- sammenstimmen. Da sie durch den Nachweis erfolgt, dass die anschauliche und die begriffliche Form der Erfahrung a priori ist, d. h. auf dem Wesen des Subjektes beruht und aus ihm mit Notwendigkeit hervorgeht, so ist klar, dass der Erfahrungs- stoff als solcher und ebenso auch seine Herkunft zur Lösung des Problems nichts beiträgt. Das Element a posteriori, das jede Erfahrung enthält, mag stammen, woher es will, nur die unumgänglich notwendige Art seiner Auffassung und Anord- nung ermöglicht uns Erfahrungserkenntnis a priori.
Umgekehrt aber muss die Umbildung des Erfahrungs- begriffes, die zur Lösung der Aufgabe notwendig ist, unsere
1 Kr. 257/8.


