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ohne diese wohl Gedankenformen, aber ohne allen Inhalt. Bei Gegenständen des reinen Verstandes wird nun ausdrück- lich auf alle sinnlichen Bedingungen verzichtet; folglich ist die Verwendung der Kategorien zu irgend welcher Erkenntnis der Verstandeswesen ausgeschlossen. Noumena in positivem Sinne, d. b. Noumena derart, dass man auf Grund der Kate- gorien bestimmte Aussagen über sie machen könnte, sind also unmöglich.¹
Nehmen wir aber eine von der unseren verschiedene, nicht-sinnliche Anschauung an, so hilft uns auch das nicht weiter; denn wir wissen ja nicht, ob eine solche Erkenntnis- art überhaupt möglich ist,2 und noch weniger, ob sie sich auch unserer Kategorien bediente. 3„Alsdann ist der Begriff eines Noumenon problematisch, d. i. die Vorstellung eines Dinges, von dem wir weder sagen können, dass es möglich, noch dass es unmöglich sei, indem wir gar keine Art der Anschauung als unsere sinnliche kennen und keine Art der Begriffe als die Kategorien, keine von beiden aber einem aussersinnlichen Gegenstand angemessen ist.“4
Andererseits aber ist„der Begriff eines Noumenon, d. i. eines Dinges, welches gar nicht als Gegenstand der Sinne, sondern als ein Ding an sich selbst(lediglich durch den reinen Verstand) gedacht werden soll, gar nicht wider- sprechend; denn man kann von der Sinnlichkeit doch nicht behaupten, dass sie die einzig mögliche Art der Anschauung sei. Ferner ist dieser Begriff notwendig, um die sinnliche Anschauung nicht über Dinge an sich selbst auszudehnen, und also, um die objektive Gültigkeit der sinnlichen Erkenntnis einzuschränken. Denn das UÜbrige, worauf jene[Sinnlichkeit! nicht reicht, heissen eben darum Noumena, damit man da- durch anzeige, jene[sinnlichen] Erkenntnisse können ihr Gebiet nicht über alles, was der Verstand denkt, erstrecken.“⁵ „Die Lehre von der Sinnlichkeit ist also zugleich die Lehre
¹1 Kr. 234. 256.
¹ Kr. 235. 236. 238. 686. ³ Kr. 237.
4 Kr. 257.
³ Kr. 235. 236.


