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sache führt nicht ohne weiteres zu einem sicheren Ergebnis, weil die Wirkung auf verschiedene Ursachen zurückgehen kann, die Empfindungen also auch aus dem seinem wahren Wesen nach unerkennbaren Subjekt herstammen könnten. Folglich sind wir des Daseins der Dinge an sich niemals unbedingt gewiss, haben aber andererseits auch keine Berechtigung, es unbedingt in Abrede zu stellen. Wir dürfen bei der An- nahme solcher Gegenstände bleiben, müssen uns aber bewusst sein, dass ihr Dasein nicht mit zweifelloser Sicherheit bewiesen werden kann, ein Wissen davon also unmöglich ist.— Dieses Ergebnis, das entsprechend dem Fortgange der Untersuchung nach und nach hervortritt, findet seine Be- stätigung in den Abschnitten von den Noumena, wo Kant die Stellung der theoretischen Vernunft zum Nichtsinnlichen, zu den Verstandeswesen, im Zusammenhang erörtert. Nach der transscendentalen Asthetik sind die Gegen- stände im Raume Erscheinungen. Es folgt aber„natürlicher Weise aus dem Begriffe einer Erscheinung überhaupt, dass ihr etwas entsprechen müsse, was an sich nicht Erscheinung ist, weil Erscheinung nichts für sich selbst und ausser unserer Vorstellungsart sein kann, mithin, wo nicht ein beständiger Zirkel herauskommen soll, das Wort Erscheinung schon eine Beziehung auf etwas anzeigt, dessen unmittelbare Vorstellung zwar sinnlich ist, was aber an sich selbst auch ohne diese Beschaffenheit unserer Sinnlichkeit.... etwas, d. i. ein von der Sinnlichkeit unabhängiger Gegenstand sein muss.“! Diese von der Sinnlichkeit unabhängigen Gegenstände wären die Gegenstände des Verstandes, Noumena, und um sie zu erkennen, möchte man zunächst die reinen Verstandes- begriffe, die Kategorien, verwenden. ² Nun sind aber diese Kategorien weiter nichts als der begriffliche Ausdruck für die verschiedenen Arten(Schemata), wie das erkennende Subjekt den von aussen sich darbieten- den Anschauungsstoff vereinheitlicht; sie bedeuten also nur in Verbindung mit der Anschauung Erkenntnisse und sind
1 Kr. 233; vgl. auch 231. Pr. 96. 2 Kr. 231. 232. Pr. 97.


