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die dieses Mannigfaltige ausmachen, untereinander nach Regeln notwendig zusammenhängen(Affinität), dass sie uns empirisch als associiert bewusst werden und eine Reproduktion nach Regeln ermöglichen.„Nur vermittelst dieser transcendentalen Funktion der Einbildungskraft wird sogar die Affinität der Erscheinungen, mit ihr die Association und durch diese end- lich die Reproduktion nach Gesetzen, folglich die Erfahrung selbst möglich, weil ohne sie[die transscendentale Funktion der Einbildungskraft] gar keine Begriffe von Gegenständen in eine Erfahrung zusammenfliessen würden.“!
Damit ist nun auch, wie schon angedeutet, die nach bestimmten Regeln verlaufende Tätigkeit der Einbildungs- kraft als die Grundlage der Begriffsbildung erkannt. Denn nur dann, wenn die einzelnen Vorstellungen nicht heute so und morgen so, sondern nach einer ganz bestimmten, unab- änderlichen Regel zusammengefasst werden, kann der Ver- stand die Vorstellung, die in ihrer Einheit das apprehendierte und dann wieder reproduzierte Mannigfaltige einer Erschei- nung begreift, den Begriff, entwickeln. Das soll nun nicht heissen, das von der Einbildungskraft geschaffene Einzelbild sei etwa dem Begriffe adäquat. Im Gegenteil: kein Bild eines Gegenstandes kann die Allgemeinheit des Begriffes er- reichen; kein Bild eines Dreiecks z. B. den Begriff, der für alle, recht- oder schiefwinklige u. s. w. gilt, kein Bild eines Hundes den Begriff vom Hunde. Unsere Begriffe betreffen eben nicht das Besondere eines bestimmten Gegenstandes, sondern die Regel, wie die Einbildungskraft in zeitlicher Folge den Empfindungsstoff anordnet; und dieses Verfahren der Einbildungskraft ist nicht auf einen einzelnen Gegenstand beschränkt, sondern gilt auch für andere derselben Art oder Gattung. Die Vorstellung von einer derartigen allgemeinen Regel der Einbildungskraft nennt Kant das„Schema“; und so kann man sagen: unsern Begriffen liegen Schemata zu Grunde.„Unsern reinen sinnlichen Begriffen liegen nicht Bilder, sondern Schemata zu Grunde..... noch viel weniger erreicht ein Gegenstand der Erfahrung oder Bild desselben
1 Kr. 132.


