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gestellt zur reinen Form der Erscheinungen oder auch zur Negation, die dem völligen Mangel der Empfindung entspricht. ¹ So ist auch hier[Kr. 49] die Xusserung, die Materie der Erscheinung korrespondiere der Empfindung, durch den be- grifflichen Gegensatz zur Form der Erscheinung bedingt: dem Begriffe„Form der Erscheinung“ soll der Begriff„Ma- terie der Erscheinung“ entgegengestellt werden, und dieser begrifflichen Bezeichnung der Empfindungen korrespondieren diese selbst.
Jedenfalls sind anderwärts— auch schon in demselben Absatz Kr. 49 oben— Empfindung und Materie einander gleichgesetzt.„In den Erscheinungen ist das, was niemals a priori erkannt werden kann, Empfindung als Materie der Wahrnehmung“;2„die Form der Anschauung geht aller Materie(den Empfindungen) vorher“; 3„die Materie der Erscheinung, d. i. was in ihr Empfindung ist....“4
Und was schliesslich die vielberufenen Worte anlangt: „Der unbestimmte? Gegenstand einer empirischen Anschauung heisst Erscheinung“,é so ist hier freilich der unbestimmte Gegenstand der empirischen Anschauung, die Erscheinung, als affizierend anzunehmen— wenigstens wird niemand nach dem bis dahin Vorausgegangenen anders urteilen können— aber doch nur so lange, als die scheinbare Unabhängigkeit der körperlichen Dinge, die uns die Erfahrung an die Hand gibt, noch nicht in Zweifel gezogen ist. Ist dies aber der Fall— und„die Form der Erscheinung liegt im Gemüte bereit“— so vollzieht sich von selbst die Anderung in unserer Auffassung, die bezüglich der Frage nach Herkunft der Emp- findungen als das Ergebnis der transscendentalen Asthetik bezeichnet werden kann: die Gegenstände der empirischen Anschauung, die Erscheinungen, sind nichts als Vorstellungen; und an die Stelle des von der Erfahrung fälschlicherweise
¹ Kr. 146[„die transscendentale Materie aller Gegenstände als Dinge an sich“, das an den Erscheinungen, was den Hinweis auf un- abhängige Dinge an sich enthält] 162. 164.
4 Kr. 163. ³ Kr. 244.
4 Pr. 61. Dazu auch Kr. 66. 76. 163. 164. 216; ausdrücklich als blosse Vorstellung wird die Materie noch bezeichnet Kr. 306. 326. 329. 5 vgl. diese Arbeit IIe. ⁸ Kr. 48.


