— 17—
ausreichend bestimmt ist, sind besondere Regeln abzuleiten und durch zweckmässige Diktate einzuüben. Später umfassen die Diktate auch zusammenhängende Abschnitte aus den Stücken des Lesebuchs; sie bilden eine regelmässige Ubung für die Klassen Sexta und Quinta, werden aber auch noch in Quarta und selbst in Tertia zuweilen an die Stelle des Aufsatzes gesetzt werden dürfen. In den oberen Klassen beschränkt sich der Rechtschreibungsunterricht auf die an die Rückgabe der Aufsätze zu knüpfenden Bemerkungen.
Bei den Ubungen in der eigentlichen Grammatik gehe man stets von passend gewählten Sätzen aus, da Wortformen und Wortklassen oft nur an ihrer Bedeutung innerhalb des Satzes zuverlässig zu erkennen sind. Das Analysieren von Sätzen ist im Anschluss an die Lektüre von Quarta bis Secunda fleissig zu üben; doch nehme man zu diesen Ubungen nur Prosastücke, die bereits gelesen und sachlich erklärt sind, niemals Gedichte.
Eine grundsätzliche Bestimmung über die Bezeichnung der grammatischen Begriffe ist schwierig und von zweifelhaftem Werte: einerseits sind treffende deutsche Ausdrücke nicht immer vorhanden, andererseits kann der richtige Gebrauch der lateinischen Ausdrücke von Schülern, welchen das Lateinische unbekannt ist, nicht erwartet werden. Indessen hat sich ein grosser Teil der lateinischen Ausdrücke bis zu einem solchen Grade in der Schulsprache eingebürgert, dass ihr Gebrauch nicht wohl zu umgehen ist. So sind z. B. die Namen der Kasus, der Modus, der Satzteile schwer durch deutsche Ausdrücke zu ersetzen, während umgekehrt deutsche Be- zeichnungen, wie Grundzahl, Ordnungszahl, persönliches Fürwort vor den entsprechenden latei- nischen den Vorzug verdienen. Der dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek, Abteilung für Quarta, beigegebene grammatische Anhang hält in dieser Hinsicht die richtige Mitte und ist daher für sämtliche Fachlehrer und für alle Klassen bezüglich der beim grammatischen Unter- richt anzuwendenden Terminologie als massgebend zu betrachten.
Die Verteilung des Pensums auf die einzelnen Klassen ist bedingt durch einen stetigen Fortschritt vom Einfacheren zum Schwierigeren, zugleich aber auch durch die Rücksicht auf den fremdsprachlichen Unterricht, wobei als Regel festzuhalten ist, dass der deutsche dem neben- hergehenden französischen Unterricht stets um eine oder mehrere Stufen voraus sei.
Hiernach beschränkt sich das grammatische Pensum der Sexta auf die Deklination der Haupt- und Eigenschaftswörter, die Steigerung der letzteren, die Konjugation des Zeitwortes im Indikativ des Aktivs, das Zahlwort; auf die Lehre vom nackten Satz und durch Attribute, das nähere und das entferntere Objekt.
In Quinta tritt hinzu: die Deklination des Fürworts, insbesondere des persönlichen, und die vollständige Konjugation mit der Unterscheidung von transitiven und intransitiven Zeitwörtern, Adverbien und Präpositionen; die Lehre vom einfachen Satz und dessen Erw adverbiale Bestimmung und den Nebensatz.
In Quarta folgen: Bei- und unterordnende Bindewörter Satz, Gebrauch der Satzzeichen.
In Tertia: Systematische Wiederholung der Formenlehre mit Unterscheidung der starken und schwachen Deklination und Konjugation(Vergleich mit dem Englischen); der mehrfach zu- sammengesetzte Satz(Regeln der Interpunktion), direkte und indirekte Rede.
Jeder grammatischen Regel ist ein bestimmter Satz als derselben zu behalten.
dessen Erweiterung
eiterung durch die
; die Lehre vom zusammengesetzten
Beispiel voranzustellen und mit


